Donnerstag, 11. August 2022

Saturn, Jupiter und Sternschnuppen
Der Sternenhimmel im August

Im kommenden Monat geht am Himmel der Hochsommer zu Ende. Morgen steht die Sonne in der Mitte Deutschlands noch mehr als 15 Stunden über dem Horizont – am Monatsletzten hat die Tageslänge um fast zwei Stunden abgenommen.

Von Dirk Lorenzen | 31.07.2022

Der Anblick an den Südosthimmel morgen gegen Mitternacht, am 15. (für den Tag gilt die Mondstellung) gegen 23 Uhr und am Monatsende gegen 22 Uhr.
Der Anblick an den Südosthimmel morgen gegen Mitternacht, am 15. (für den Tag gilt die Mondstellung) gegen 23 Uhr und am Monatsende gegen 22 Uhr. (Stellarium)
Im kommenden Monat geht am Himmel der Hochsommer zu Ende. Morgen steht die Sonne in der Mitte Deutschlands noch mehr als fünfzehn Stunden über dem Horizont – am Monatsletzten hat die Tageslänge um fast zwei Stunden abgenommen.
Das nächtliche Firmament ist aber weiter sommerlich geprägt. Mit Einbruch der Dunkelheit dominiert das gewaltige Sommerdreieck mit Wega in der Leier und Deneb im Schwan fast im Zenit und Atair im Adler hoch am südlichen Firmament.
Nur knapp über dem Horizont rutschen der Kopf des Skorpions und der Schütze entlang.
Im August sind drei Planeten gut zu beobachten. Der Ringplanet Saturn im Steinbock erreicht seine beste Stellung des Jahres und zieht im Laufe der Nacht tief über den Südhimmel.
Jupiter, strahlend hell in den Fischen, geht noch vor Mitternacht auf und steht am frühen Morgen hoch im Süden – über ihm das Herbstviereck des Pegasus. Mars schließlich zeigt sich in der zweiten Nachthälfte im Stier.
Der August gilt vielen als der Sternschnuppenmonat. Vom 9. bis 14. August huschen die Perseiden über den Himmel.
Mit etwas Glück lassen sich mehr als ein Dutzend Sternschnuppen pro Stunde erhaschen – trotz des störenden Vollmonds. Denn die Perseiden sind oft sehr hell.
Der Mond steht am 12. August dicht bei Saturn und am 15. und 16. August begleitet er Jupiter.
Am Morgen des 19. und 20. August leuchten am Osthimmel die Mondsichel, Mars, Aldebaran im Stier und die Plejaden dicht nebeneinander – das ist der wohl schönste Himmelsanblick des Monats.