Donnerstag, 18. August 2022

Sommernächte mit vier Planeten
Der Sternenhimmel im Juli

Erst vor neun Tagen war Sommersonnenwende und so sind auch die Juli-Tage noch sehr lang. Ende Juli scheint die Sonne in der Mitte Deutschlands noch immer für mehr als 15 Stunden – die Länge des lichten Tages nimmt bis dahin nur um etwa eine Stunde ab.

Von Dirk Lorenzen | 30.06.2022

Der Anblick des südlichen Firmaments morgen gegen Mitternacht, am 15. Juli um 23 Uhr und zu Monatsende gegen 22 Uhr MESZ
Der Anblick des südlichen Firmaments morgen gegen Mitternacht, am 15. Juli um 23 Uhr und zu Monatsende gegen 22 Uhr MESZ (Vereinigung der Sternfreunde)
In den kurzen Sommernächten funkelt zunächst noch Arktur im Bootes orange-rötlich am Westhimmel. Gegen Mitternacht prangt das mächtige Sommerdreieck hoch im Süden, besonders markant ist die bläulich-weiße Wega in der Leier nahe dem Zenit. Nur knapp über dem Südhorizont ziehen abends Skorpion und Schütze entlang.
Der Ringplanet Saturn im Sternbild Steinbock taucht gegen Mitternacht über dem Südosthoriziont auf. Gut eine Stunde später zeigt sich Jupiter in den Fischen, gefolgt vom rötlichen Mars.

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Am 15. Juli begleitet der abnehmende Mond Saturn. Am Morgen des 19. Juli steht der Halbmond unterhalb von Jupiter, am 21. leuchtet die Mondsichel rechts, einen Tag später links von Mars.
Frühaufsteher erleben am 26. Juli nach 4 Uhr den wohl schönsten Himmelsanblick des Monats. Die nur noch hauchdünne Mondsichel befindet sich ein Stück oberhalb der Venus, die als Morgenstern strahlt. Ein Stück rechts oberhalb der beiden funkelt dann bereits der Stier mit dem Sternhaufen der Plejaden.
Vor Beginn der Morgendämmerung zeigen sich im Südosten das große Pegasus-Viereck und die Kette der Andromeda. Die himmlische Botschaft ist leider unmissverständlich: Auch dieser Sommer wird nicht ewig dauern.