Dienstag, 17. Mai 2022

Der Tag
Afrikas Hoffnungsträger

Warum der Friedensnobelpreis für Äthiopiens Regierungschef Abiy Ahmed eine Chance ist. Außerdem: Nach der Dopingsperre gegen den Lauftrainer Alberto Salazar schließt Nike sein umstrittenes Oregon Project. Welche Verantwortung trägt der Sportartikelriese?

Von Philipp May | 11.10.2019

Äthiopiens Präsident Abiy Ahmed reckt die Arme in die Luft.
Äthiopiens Präsident Abiy Ahmed erhält den Friedensnobelpreis 2019. (imago images/epd)
In seiner Heimat Äthiopien wird der frisch gekürte Friedensnobelpreisträger Abiy Ahmed schon mit Barack Obama verglichen. Doch der Regierungschef hat auch viele erbitterte Feinde im eigenen Land, erklärt ARD-Ostafrika-Korrespondentin Antje Diekhans. Sie glaubt, die Auszeichnung könnte Ahmed helfen, seinen Reformkurs beizubehalten.
Eine Woche nachdem die US-Antidopingagentur den Gründer des erfolgreichen wie umstrittenen "Nike Oregon Project", Alberto Salazar, für vier Jahre gesperrt hat, hat der Sportartikelkonzern nun das Aus für die Läufertrainingsgruppe erklärt. Maximilian Rieger aus der Deutschlandfunk-Sportredaktion führt aus, welche Rolle Nike selbst in der Dopingsaga spielt und wie schlüssig die Verteidigungslinie von Deutschlands Topläuferin, Konstanze Klosterhalfen, ist.