"I love the Astronomy Picture of the day. The APOD is a great site to find all kinds of fantastic things that are going on in our universe.""
Das Astronomy Picture of the Day hat es Ashley Pagnotta besonders angetan. Diese NASA-Website mit täglich einer neuen spektakulären Himmelsaufnahme zeige wunderbar, was alles im Universum vor sich geht. Jetzt hat APOD, so die gängige Abkürzung, der Doktorandin an der Universität von Louisiana und ihrem Betreuer zu einer wichtigen Entdeckung verholfen.
"Im vergangen Januar haben wir eines Morgens als Bild des Tages eine gerade veröffentlichte Hubble-Aufnahme gesehen – und zwar genau von einem der Objekte, die uns interessieren. Wir waren ganz begeistert, dass wir sofort loslegen konnten."
Das Bild zeigt eine rötlich schimmernde Gashülle, den Überrest eines vor gut vierhundert Jahren explodierten Sterns. Damals hatte sich dort eine Supernova vom Typ Ia ereignet. Laut Lehrbuch gibt es für diesen Typ von Supernova zwei mögliche Erklärungen: Entweder explodiert ein kompakter Weißer Zwerg, auf den Material eines nahen Begleitsterns geströmt ist. Oder es kollidieren zwei Weiße Zwerge, die dann gemeinsam explodieren – wobei dies laut Lehrbuch deutlich seltener vorkommt. Allerdings hat es bisher keinerlei Daten über die Ursache dieser Supernovae gegeben, was als eines der großen Probleme der Astrophysik galt. Ashley Pagnotta hat nun in den Überresten der Explosion nach Spuren gesucht.
"Nach der Explosion ist zwar der Weiße Zwerg verschwunden, aber sein Begleitstern ist noch da. Der ist zwar nah dran an der Supernova, wird aber nicht zerstört. Wir suchen nach diesem überlebenden Partner. Leider gibt es nur wenige Supernova-Überreste, die uns nah genug sind, um solche Beobachtungen durchzuführen. Wir untersuchen vier Supernova-Reste in der Großen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie unserer Milchstraße."
Die Astronomen nutzen die frei zugänglichen Daten des Hubble-Weltraumteleskops oder beobachten die Objekte gezielt mit einem Großteleskop in Chile. Beim Supernova-Überrest, der als Bild des Tages Aufsehen erregt hat, liegt nun ein überraschender Befund vor. Ashley Pagnotta:
"Bei dieser Supernova ist kein ehemaliger Begleiter des Weißen Zwergs zu sehen. Das lässt nur einen Schluss zu: Es sind dort zwei Weiße Zwerge kollidiert, die dann beide explodiert sind. Damit haben wir erstmals die Ursache einer Supernova Ia identifiziert. Bei den drei anderen Supernova-Überresten lässt sich noch nichts Genaues sagen. Da zeigen sich zwar einige Sterne, aber das könnte auch Zufall sein. Wir suchen jetzt nach Hinweisen, dass diese Sterne einst in der Nähe eines explodierten Weißen Zwergs gewesen sind."
Jahrzehntelang hatten Astronomen vergeblich nach der Supernova-Ursache gesucht – zumindest in einem Fall gibt es jetzt Gewissheit, freut sich Ashley Pagnotta.
"Diese Sternexplosionen sind äußerst wichtig, denn Kosmologen bestimmen mit ihrer Hilfe die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums. Wir müssen diese Supernovae also so gut wie möglich verstehen, damit die kosmologischen Messungen präzise sind."
Dass das Universum offenbar voller Dunkler Energie ist und immer schneller auseinander treibt, haben die Astronomen aus Beobachtungen weit entfernter Supernovae Ia abgeleitet – in der Annahme, diese Objekte seien gut verstanden. Doch da droht womöglich ein wenig Ungemach. Denn sollte sich herausstellen, dass auch die anderen drei Explosionen auf kollidierte Weiße Zwerge zurückgehen, müsste man die Supernova-Theorie wohl etwas überarbeiten.
Das Astronomy Picture of the Day hat es Ashley Pagnotta besonders angetan. Diese NASA-Website mit täglich einer neuen spektakulären Himmelsaufnahme zeige wunderbar, was alles im Universum vor sich geht. Jetzt hat APOD, so die gängige Abkürzung, der Doktorandin an der Universität von Louisiana und ihrem Betreuer zu einer wichtigen Entdeckung verholfen.
"Im vergangen Januar haben wir eines Morgens als Bild des Tages eine gerade veröffentlichte Hubble-Aufnahme gesehen – und zwar genau von einem der Objekte, die uns interessieren. Wir waren ganz begeistert, dass wir sofort loslegen konnten."
Das Bild zeigt eine rötlich schimmernde Gashülle, den Überrest eines vor gut vierhundert Jahren explodierten Sterns. Damals hatte sich dort eine Supernova vom Typ Ia ereignet. Laut Lehrbuch gibt es für diesen Typ von Supernova zwei mögliche Erklärungen: Entweder explodiert ein kompakter Weißer Zwerg, auf den Material eines nahen Begleitsterns geströmt ist. Oder es kollidieren zwei Weiße Zwerge, die dann gemeinsam explodieren – wobei dies laut Lehrbuch deutlich seltener vorkommt. Allerdings hat es bisher keinerlei Daten über die Ursache dieser Supernovae gegeben, was als eines der großen Probleme der Astrophysik galt. Ashley Pagnotta hat nun in den Überresten der Explosion nach Spuren gesucht.
"Nach der Explosion ist zwar der Weiße Zwerg verschwunden, aber sein Begleitstern ist noch da. Der ist zwar nah dran an der Supernova, wird aber nicht zerstört. Wir suchen nach diesem überlebenden Partner. Leider gibt es nur wenige Supernova-Überreste, die uns nah genug sind, um solche Beobachtungen durchzuführen. Wir untersuchen vier Supernova-Reste in der Großen Magellanschen Wolke, einer Begleitgalaxie unserer Milchstraße."
Die Astronomen nutzen die frei zugänglichen Daten des Hubble-Weltraumteleskops oder beobachten die Objekte gezielt mit einem Großteleskop in Chile. Beim Supernova-Überrest, der als Bild des Tages Aufsehen erregt hat, liegt nun ein überraschender Befund vor. Ashley Pagnotta:
"Bei dieser Supernova ist kein ehemaliger Begleiter des Weißen Zwergs zu sehen. Das lässt nur einen Schluss zu: Es sind dort zwei Weiße Zwerge kollidiert, die dann beide explodiert sind. Damit haben wir erstmals die Ursache einer Supernova Ia identifiziert. Bei den drei anderen Supernova-Überresten lässt sich noch nichts Genaues sagen. Da zeigen sich zwar einige Sterne, aber das könnte auch Zufall sein. Wir suchen jetzt nach Hinweisen, dass diese Sterne einst in der Nähe eines explodierten Weißen Zwergs gewesen sind."
Jahrzehntelang hatten Astronomen vergeblich nach der Supernova-Ursache gesucht – zumindest in einem Fall gibt es jetzt Gewissheit, freut sich Ashley Pagnotta.
"Diese Sternexplosionen sind äußerst wichtig, denn Kosmologen bestimmen mit ihrer Hilfe die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Universums. Wir müssen diese Supernovae also so gut wie möglich verstehen, damit die kosmologischen Messungen präzise sind."
Dass das Universum offenbar voller Dunkler Energie ist und immer schneller auseinander treibt, haben die Astronomen aus Beobachtungen weit entfernter Supernovae Ia abgeleitet – in der Annahme, diese Objekte seien gut verstanden. Doch da droht womöglich ein wenig Ungemach. Denn sollte sich herausstellen, dass auch die anderen drei Explosionen auf kollidierte Weiße Zwerge zurückgehen, müsste man die Supernova-Theorie wohl etwas überarbeiten.