
Das kündigte der designierte Premierminister Ishiba in Tokio an. Ishiba war am Freitag von den regierenden Liberaldemokraten zum neuen Parteichef und damit zugleich zum Nachfolger des scheidenden Ministerpräsidenten Kishida bestimmt worden. Dieser war angesichts sinkender Umfragewerte nicht mehr angetreten.
Ishiba, der bisher Verteidigungsminister war, soll morgen offiziell mit der Parlamentsmehrheit der LDP zum Ministerpräsidenten gewählt werden. Von seinem Vorgänger übernimmt er unter anderem Herausforderungen in der Verteidigungspolitik, mit denen Japan angesichts der Befürchtungen wegen Chinas wachsender militärischer Stärke konfrontiert ist. Japan will seine Verteidigungsausgaben bis 2027 auf zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen, um in Einklang mit dem Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Mitglieder zu stehen - eine Kehrtwende nach Jahrzehnten des strikten Pazifismus.
Diese Nachricht wurde am 30.09.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.