Es ist eine gigantische weiße Torte, die der angereiste französische und deutsche Staatssekretär zur Feier des Tages anschneiden dürfen. "10 Jahre deutsch-französische Universität" steht in blauem Zuckerguss auf ihrer Mitte. Die Stimmung ist fröhlich an diesem Tag. Man blickt schließlich auf eine Erfolgsgeschichte zurück, sagt Pierre Monnet, derzeitiger Präsident der deutsch französischen Hochschule:
"Bilanz ist, dass wir zurzeit 4700 Studenten eingeschrieben haben in den binationalen Studiengängen in allen Fachbereichen, und was man daraus sehen kann ist, dass die Deutsch-Französische Hochschule das geschafft hat, dass sie vor zehn Jahren zum Ziel hatte, und zwar die Ausbildung von Tausenden von gut-diplomierten Absolventen, die unsere beiden Länder brauchen."
Mobilität wird bei der DFH nicht nur großgeschrieben wie beim Bologna Prozess sondern findet - dank fest etablierter Austauschstrukturen - auch tatsächlich statt.
"Es gab zwar Mobilität zwischen Frankreich und Deutschland, aber der Schlüssel von dieser Mobilität ist das Doppeldiplom, also ein Diplom, das von beiden Seiten anerkannt ist, sowohl von den Universitäten als von den Arbeitsmärkten, und dass wir das alles im Rahmen des Bolognaprozesses machen, ohne dass die Studenten unter einer Verlängerung der Studienzeit leiden müssen."
Durch klar strukturierte Curricula mit Studienaufenthalten in beiden Ländern entfallen administrative Hürden wie aufwändige Bewerbungen im Ausland oder das Anerkennen von Diplomen. Die vom Bundesministerium für Bildung und vom französischen Außenministerium finanzierten Programme enthalten außerdem sogenannte Mobilitätsstipendien, die zusätzliche Kosten durch Umzug und Wohnungssuche im Rahmen halten. Marie Aujer hat vor fünf Jahren an dem Austauschprogramm zwischen dem Otto-Suhr-Institut der Freien Universität und dem Institut d'Études Politiques in Paris teilgenommen. Sie ist immer noch froh darüber, wie einfach der Austausch ablief:
"Alles wird gemacht damit es gut läuft und damit man sich quasi auf die kulturellen Unterschiede konzentrieren kann. In Science Po gilt die angewandte Politikwissenschaft, das ist etwas anderes als am Otto-Suhr-Institut, wo man sich mit Theorien befassen muss und wie man die anwendet, das ist etwas völlig anderes als Science Po, wo Wirtschaft und Recht eher eine Rolle spielt."
An der Freien Universität hat der Erfolg dieses Austauschs nun weitere Früchte getragen. Vor zwei Wochen hat das Otto-Suhr-Institut einen neuen deutsch-französischen Studiengang etabliert. Die Kooperation mit der Pariser grande école HEC, die die Wirtschaftswissenschaften im Fokus hat, erfreut sich schon jetzt großer Nachfrage von Studierenden aus aller Welt. Neben den Standorten Paris und Berlin und dem guten Ruf der beiden Institutionen läge das Interesse durchaus auch an dem Label DFH, meint Sabine von Oppeln – Programmkoordinatorin auf deutscher Seite:
"Nicht zuletzt ist es auch eine Anerkennung für die Hochschule, wenn sie unterstützt werden. Hinter dieser Institution steckt ja ein politischer Wille, und man kann sich dann auch auf den politischen Willen berufen, und die Institution kann dann auch helfen etwas durchzusetzen, was sonst nicht so einfach gewesen wäre."
Für von Oppeln liegt die Zukunft der DFH eindeutig in der Öffnung der Studiengänge für weitere Länder. Die deutsch-französische Kooperation quasi als Motor des Studienaustauschs. Vielleicht ist die Internationalisierung auch eine Zukunftsoption für das binationale Studium des Tourismus-Managements in Wernigerode und Anger. Auch wenn der Austausch auch hier reibungslos läuft - Programmleiterin Astrid van Dyke bekommt schon länger das nachlassende Interesse für Deutsch auf der anderen Seiten des Rheins zu spüren:
"Das größte Problem das wir haben ist wirklich, dass immer weniger Franzosen Deutsch lernen. Alle wollen Englisch sprechen und Deutsch ist vielleicht immer noch abgestempelt als schwere Sprache, ich weiß es nicht, es ist auf jeden Fall immer kompliziert genügend französische Studenten zu finden, die zu uns nach Wernigerode kommen."
"Bilanz ist, dass wir zurzeit 4700 Studenten eingeschrieben haben in den binationalen Studiengängen in allen Fachbereichen, und was man daraus sehen kann ist, dass die Deutsch-Französische Hochschule das geschafft hat, dass sie vor zehn Jahren zum Ziel hatte, und zwar die Ausbildung von Tausenden von gut-diplomierten Absolventen, die unsere beiden Länder brauchen."
Mobilität wird bei der DFH nicht nur großgeschrieben wie beim Bologna Prozess sondern findet - dank fest etablierter Austauschstrukturen - auch tatsächlich statt.
"Es gab zwar Mobilität zwischen Frankreich und Deutschland, aber der Schlüssel von dieser Mobilität ist das Doppeldiplom, also ein Diplom, das von beiden Seiten anerkannt ist, sowohl von den Universitäten als von den Arbeitsmärkten, und dass wir das alles im Rahmen des Bolognaprozesses machen, ohne dass die Studenten unter einer Verlängerung der Studienzeit leiden müssen."
Durch klar strukturierte Curricula mit Studienaufenthalten in beiden Ländern entfallen administrative Hürden wie aufwändige Bewerbungen im Ausland oder das Anerkennen von Diplomen. Die vom Bundesministerium für Bildung und vom französischen Außenministerium finanzierten Programme enthalten außerdem sogenannte Mobilitätsstipendien, die zusätzliche Kosten durch Umzug und Wohnungssuche im Rahmen halten. Marie Aujer hat vor fünf Jahren an dem Austauschprogramm zwischen dem Otto-Suhr-Institut der Freien Universität und dem Institut d'Études Politiques in Paris teilgenommen. Sie ist immer noch froh darüber, wie einfach der Austausch ablief:
"Alles wird gemacht damit es gut läuft und damit man sich quasi auf die kulturellen Unterschiede konzentrieren kann. In Science Po gilt die angewandte Politikwissenschaft, das ist etwas anderes als am Otto-Suhr-Institut, wo man sich mit Theorien befassen muss und wie man die anwendet, das ist etwas völlig anderes als Science Po, wo Wirtschaft und Recht eher eine Rolle spielt."
An der Freien Universität hat der Erfolg dieses Austauschs nun weitere Früchte getragen. Vor zwei Wochen hat das Otto-Suhr-Institut einen neuen deutsch-französischen Studiengang etabliert. Die Kooperation mit der Pariser grande école HEC, die die Wirtschaftswissenschaften im Fokus hat, erfreut sich schon jetzt großer Nachfrage von Studierenden aus aller Welt. Neben den Standorten Paris und Berlin und dem guten Ruf der beiden Institutionen läge das Interesse durchaus auch an dem Label DFH, meint Sabine von Oppeln – Programmkoordinatorin auf deutscher Seite:
"Nicht zuletzt ist es auch eine Anerkennung für die Hochschule, wenn sie unterstützt werden. Hinter dieser Institution steckt ja ein politischer Wille, und man kann sich dann auch auf den politischen Willen berufen, und die Institution kann dann auch helfen etwas durchzusetzen, was sonst nicht so einfach gewesen wäre."
Für von Oppeln liegt die Zukunft der DFH eindeutig in der Öffnung der Studiengänge für weitere Länder. Die deutsch-französische Kooperation quasi als Motor des Studienaustauschs. Vielleicht ist die Internationalisierung auch eine Zukunftsoption für das binationale Studium des Tourismus-Managements in Wernigerode und Anger. Auch wenn der Austausch auch hier reibungslos läuft - Programmleiterin Astrid van Dyke bekommt schon länger das nachlassende Interesse für Deutsch auf der anderen Seiten des Rheins zu spüren:
"Das größte Problem das wir haben ist wirklich, dass immer weniger Franzosen Deutsch lernen. Alle wollen Englisch sprechen und Deutsch ist vielleicht immer noch abgestempelt als schwere Sprache, ich weiß es nicht, es ist auf jeden Fall immer kompliziert genügend französische Studenten zu finden, die zu uns nach Wernigerode kommen."