Verteidigung
Deutsche Außenpolitiker nicht überrascht von angekündigtem US-Truppenabzug

Laut Bundesverteidigungsminister Pistorius ist der angekündigte Abzug von 5.000 US-Soldaten aus Deutschland absehbar gewesen.

    Ein Zaun am Gelände der US-amerikanischen Luftwaffenbasis Ramstein, daran hängen mehrere Warnschilder.
    Die US-amerikanische Luftwaffenbasis Ramstein. (picture alliance / Daniel Kubirski | Daniel Kubirski (Symbolbild))
    Man müsse mehr Verantwortung für die eigene Sicherheit übernehmen, erklärte der SPD-Politiker in Berlin. Deutschland sei dabei auf einem guten Weg. Klar sei, dass die NATO europäischer werden müsse, um transatlantisch bleiben zu können, sagte Pistorius. Er betonte zugleich das gegenseitige Interesse an einer Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa.
    Der SPD-Außenpolitiker Stegner verteidigte Bundeskanzler Merz. Stegner sagte im Deutschlandfunk, der Truppenabzug sei offenbar eine Reaktion auf die Kritik von Merz an der mangelnden US-Strategie im Iran-Krieg. Stegner erklärte, er könne daran nichts Grobschlächtiges finden. Unterwürfigkeit führe bei Trump zu nichts.
    US-Verteidigungsminister Hegseth hatte zuvor die Verlegung von 5.000 Soldaten aus Deutschland angeordnet. Der Abzug soll dem Pentagon zufolge in den nächsten sechs bis zwölf Monaten abgeschlossen sein. Aktuell sind rund 86.000 US-Soldaten in Europa stationiert – davon rund 39.000 in Deutschland.
    Diese Nachricht wurde am 02.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.