Sicherheit in Zügen
Deutsche Bahn: Rund ein Drittel der Beschäftigten mit Kundenkontakt trägt Bodycams

Bei der Deutschen Bahn trägt nach eigenen Angaben inzwischen rund ein Drittel des Personals an Bahnhöfen und in Zügen sogenannte Bodycams. Bis Jahresmitte wolle man eine Quote von 50 Prozent erreichen, sagte DB-Regio-Chef van Zijderveld der Deutschen Presse-Agentur. Das Angebot ist freiwillig.

    Man sieht den Oberkörper eines Bahn-Mitarbeiters, der eine dunkelrote Weste trägt. Über der Weste hängt an einem schwarzen Band eine sogenannte Bodycam. Im Hintergrund sieht man einen roten Regionalzug der Deutschen Bahn.
    Ein DB-Kundenbetreuer steht auf einem Bahnsteig neben einem Regionalzug und trägt eine Bodycam an der Dienstkleidung. (picture alliance / dpa / Uwe Anspach)
    Bis Sommer sollen zudem alle Beschäftigten mit Kundenkontakt eine verpflichtende Schulung besucht haben. Ziel sei es, Bodycams zur Standardausrüstung der Kundenbetreuer zu machen. Die Bahn stellt heute in Frankfurt am Main erste Pilotprojekte bei DB Regio vor. So soll es Einblicke in das Training von Zugbegleiterinnen und Zugbegleitern geben, die mit Bodycams und in Selbstbehauptung geschult werden.

    Zahl der Angriffe gestiegen

    Die Zahl der Angriffe auf Beschäftigte der Deutschen Bahn und anderer Eisenbahnunternehmen stieg von 2024 bis 2025 nach Angaben der Bundesregierung um elf Prozent auf knapp 2.690. Zuletzt hatte ein Fahrgast Anfang Februar einen 36 Jahre alten Zugbegleiter mit Faustschlägen gegen den Kopf so stark verletzt, dass dieser starb. 
    Die Bodycams tragen die Bahn-Beschäftigten an der Oberbekleidung. Kommt es zu einer gefährlichen Situation, können die Geräte per Knopfdruck eingeschaltet werden. Das Gegenüber sieht sich dann in der Bodycam. Das habe schon oft eine deeskalierende Wirkung, sagte van Zijderveld.
    Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.