
Die FDP-Europaabgeordnete Strack-Zimmermann betonte, mit Kräften, die Europa von innen aushöhlen wollten, organisiere man keine Mehrheiten. Der Grünen-Politiker Marquardt warf der EVP vor, schwere historische Schuld auf sich zu laden. Rechtsextreme in demokratische Prozesse einzubinden, sei der Anfang vom Ende der liberalen Demokratien in Europa.
Röwekamp (CDU) verlangt Aufklärung
Der CDU-Bundestagsabgeordnete Röwekamp forderte umgehende und vollständige Aufklärung sowie Konsequenzen. "Zusammenarbeit und Absprache - in welcher Form auch immer - sind ein schwerer Verstoß gegen die Beschlüsse der Union, die jede Art der inhaltlichen und organisatorischen Verabredungen verbieten", sagte Röwekamp dem Magazin "Focus". Die CSU bekräftigte, für sie gebe es keine Zusammenarbeit mit der AfD. Weder in Bayern, noch in Deutschland und auch nicht in Europa.
Die Deutsche Presse-Agentur hatte zuvor eigene Recherchen zur EVP-Fraktion veröffentlicht, der auch die Abgeordneten von CDU und CSU angehören. Demnach arbeiteten sie deutlich enger mit der AfD und anderen rechten Parteien zusammen als bekannt. So sei in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen gemeinsam an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik gearbeitet worden, der kurz darauf im zuständigen Ausschuss die notwendige Mehrheit bekam.
Weber: AfD spielt für Mehrheiten und Inhalte keine Rolle
EVP-Fraktionschef Weber (CSU) hatte bislang immer den Eindruck vermittelt, dass es eine solche Art von Kooperation mit rechten Parteien nicht gibt. Der "Bild"-Zeitung hatte er nach dem Bekanntwerden gesagt: "Die AfD spielt für die Mehrheiten und die Inhalte keine Rolle. Ich gebe als Fraktionsvorsitzender die Strategie vor. Ich kontrolliere aber nicht die Chatgruppen von Mitarbeitern."
Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
