Kooperation mit Rechten
Deutsche EU-Abgeordnete kritisieren EVP-Fraktion

Berichte über Kooperationen der EVP-Fraktion im Europaparlament mit der AfD und anderen rechten Parteien haben Empörung ausgelöst.

    Der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt steht im Gebäude des europäischen Parlaments und spricht.
    Der Grünen-Europaabgeordnete Erik Marquardt (Archivbild) (Philipp von Ditfurth / dpa )
    SPD-Generalsekretär Klüssendorf sprach von einem skandalösen Vorgang, sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten. Die FDP-Europaabgeordnete Strack-Zimmermann betonte, mit Kräften, die Europa von innen aushöhlen wollten, organisiere man keine Mehrheiten. Der Grünen-Politiker Marquardt warf der EVP vor, schwere historische Schuld auf sich zu laden. Rechtsextreme in demokratische Prozesse einzubinden, sei der Anfang vom Ende der liberalen Demokratien in Europa. Die CSU bekräftigte unterdessen, für sie gebe es keine Zusammenarbeit mit der AfD. Weder in Bayern, noch in Deutschland und auch nicht in Europa.
    Die Deutsche Presse-Agentur hatte zuvor eigene Recherchen zur EVP-Fraktion veröffentlicht, der auch die Abgeordneten von CDU und CSU angehören. Demnach arbeiteten sie deutlich enger mit der AfD und anderen rechten Parteien zusammen als bekannt. So sei in einer Chatgruppe und bei einem persönlichen Treffen gemeinsam an einem Gesetzesvorschlag zur Verschärfung der Migrationspolitik gearbeitet worden.
    Diese Nachricht wurde am 15.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.