Gaza
Deutsche Flugzeuge für Abwürfe von Hilfsgütern unterwegs

Ungeachtet der Kritik von Hilfsorganisationen wird sich Deutschland spätestens am Wochenende an der Versorgung der notleidenden Bevölkerung im Gaza-Streifen aus der Luft beteiligen.

    Chan Junis: Humanitäre Hilfe wird über Gaza-Stadt im Gaza-Streifen abgeworfen und schwebt an Fallschirmen zu Boden.
    Humanitäre Hilfe wird über Gaza-Stadt im Gaza-Streifen abgeworfen und schwebt an Fallschirmen zu Boden. (Abdel Kareem Hana / AP / dpa / Abdel Kareem Hana)
    Bundeskanzler Merz sagte in Berlin, zwei Transportmaschinen vom Typ A400M seien auf dem Weg nach Jordanien, um dort ausgerüstet und aufgetankt zu werden. Möglicherweise könnten sie schon morgen Hilfsgüter aus der Luft abwerfen, erklärte der CDU-Chef nach einem Treffen mit dem jordanischen König Abdullah II. im Kanzleramt. Beide räumten ein, dass die so genannten "Airdrops" nur ein kleiner Beitrag zur Versorgung der Menschen im Gaza-Streifen seien.
    Diese Form der Versorgung aus der Luft stößt bei Hilfsorganisationen auf Unverständnis. Der Nahost-Referent von medico international, Othman, sagte, er halte das vor allem für eine Imagekampagne. Eine solche Aktion sei ungenau, teuer und zu langsam. Besser wären Lieferungen auf dem Landweg. Die Generalsekretärin von Amnesty International, Duchrow, sprach von einer symbolischen Geste.
    Diese Nachricht wurde am 29.07.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.