
In der vergangenen Nacht waren die vier Personen wegen potenzieller Ansteckungsgefahr mit einem Spezialkonvoi von Eindhoven in den Niederlanden nach Frankfurt am Main gebracht und im Universitätsklinikum der Stadt untersucht worden. Das Bundesgesundheitsministerium teilte mit, die weitere Beförderung werde nun von den Ländern beziehungsweise den Kommunen übernommen.
Voraussichtlich mehrere Wochen Quarantäne
Den Angaben zufolge weisen die vier ehemaligen Passagiere der "Hondius" bisher keine Symptome auf. Es ist zu erwarten, dass sie wegen der langen Inkubationszeit von Hantaviren für mehrere Wochen in häusliche Quarantäne müssen. Zuständig sind die Gesundheitsämter der Heimatstädte.
Die "MV Hondius" hatte gestern die spanische Insel Teneriffa erreicht. Seither wurden fast 100 Passagiere ausgeflogen, darunter auch die vier Deutschen.
Ein US-Passagier positiv getestet
Einer der 17 US-Passagiere, die von dem Schiff evakuiert wurden, ist inzwischen positiv auf das Hantavirus getestet worden. Die US-Gesundheitsbehörden teilten mit, die Person zeige jedoch keine Krankheitssymptome. Ein weiterer Passagier habe leichte Symptome entwickelt, eine Infektion sei aber bisher nicht bestätigt.
Gestern hatte die französische Regierung mitgeteilt, dass auch ein französischer Passagier auf dem Rückflug Symptome gezeigt habe. Mittlerweile hieß es, der Zustand der Person habe sich verschlechtert.
Diese Nachricht wurde am 11.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
