Weltglücksbericht 2026
Deutsche sind im internationalen Vergleich wieder etwas glücklicher

Menschen in Deutschland sind wieder glücklicher. Das geht aus dem jüngsten Weltglücksbericht hervor. Die Bundesrepublik rückte demnach von Platz 22 auf 17. Finnland bleibt das neunte Jahr in Folge der glücklichste Ort.

    Ein Straßenschild auf dem Pech und Glück steht. Pech ist rot durchgestrichen.
    Am 20. März findet der sogenannte Weltglückstag statt. (IMAGO / Zoonar)
    Auch die nordeuropäischen Länder Island, Dänemark, Schweden und Norwegen belegen laut dem Bericht weiterhin die vorderen Plätze. Am unglücklichsten sind der Statistik zufolge wie in den Jahren zuvor Menschen in Afghanistan. Auf dem vorletzten Platz liegt Sierra Leone in Westafrika. Insgesamt wurden 148 Länder bewertet. Das Ranking der Länder finden Sie hier.

    Glück als Forschungsobjekt der Wissenschaft

    Der Weltglücksbericht wird jedes Jahr rund um den sogenannten Weltglückstag (20. März) von einem Forscherteam an der Universität Oxford veröffentlicht. Gegenstand der Untersuchung ist die Zufriedenheit und die wahrgenommene Lebensqualität der Menschen. In die Bewertung fließen auch Faktoren wie die Wirtschaftsleistung eines Landes, Gesundheit, das Freiheitsgefühl, die Großzügigkeit der Menschen und die Wahrnehmung von Korruption ein.

    Die Methode

    Die Forschenden befragen jedes Jahr durchschnittlich etwa 100.000 Menschen. Die Anzahl der Personen und Länder variiert von Jahr zu Jahr. In den meisten Ländern werden den Angaben zufolge jedes Jahr etwa 1.000 Personen telefonisch oder im persönlichen Gespräch befragt. Zudem werden statistische Daten für die Auswertung berücksichtigt. Die Daten zu Deutschland sind extra aufgeführt.

    Rückgang in Europa und Nordamerika

    In Europa und Nordamerika sind die Befragten weniger glücklich als noch vor 15 Jahren. Gleichzeitig habe die Nutzung Sozialer Medien in diesem Zeitraum zugenommen. Ein direkter Zusammenhang lasse sich nach Auswertung verschiedener Studien allerdings nicht immer herstellen. Am Nachmittag wollen die Forscher über weitere Erkenntnisse informieren.

    Glück als Grundrecht

    In der Unabhängigkeitserklärung der USA ist das individuelle "Streben nach Glück" als eines der "unveräußerlichen Rechte" festgeschrieben. Der frühere UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon begründete die Ausrufung des "World-Happiness-Day" damit, dass zum Glück mehr gehöre als Wirtschaftswachstum und Umsatz. Es gehe um Mitgefühl, Gemeinwohl und nachhaltige Entwicklung.

    Bhutan: Ist weniger mehr?

    Das Königreich Bhutan im Himalaya setzt in dieser Frage nicht auf das wirtschaftliche Wachstum. Seit 2008 ist das "Bruttonationalglück" in der Verfassung verankert. Regelmäßig wird das Volk nach seiner Zufriedenheit befragt: nach Lebensstandard, Gesundheit, psychischem Wohlergehen, Bildung, Zeiteinteilung, guter Regierungsführung und Gemeinschaftsgefühl. Aktuelle Daten zu dem Land gibt es nicht, es schwankte aber zuletzt rund um den Platz 90.
    Diese Nachricht wurde am 19.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.