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Deutsche Weihnachtsmärkte in Japan, den USA und auch in Australien

Die Tradition deutscher Weihnachtsmärkte findet auch in anderen Ländern weltweit Anklang.

    Blick auf den Nürnberger Christkindlesmarkt (Archiv)
    Blick auf den Nürnberger Christkindlesmarkt (dpa / picture alliance / Daniel Karmann)
    Im japanischen Sapporo etwa werden Glühwein, Bratwurst, gebrannte Mandeln und Schmuck für den Christbaum angeboten. Der Markt im Norden des Landes trägt den Namen "Münchner Weihnachtsmarkt" und findet seit 2002 jedes Jahr nach dem Vorbild der bayerischen Landeshauptstadt statt.
    Weitere Beispiele gibt es in den USA. Der Christkindlmarket in Chicago, der dem Nürnberger Christkindlesmarkt nachempfunden ist, wird seit Mitte der 1990er Jahre veranstaltet. Die Stadt Cincinnati - im 19. Jahrhundert durch Einwanderer aus Deutschland geprägt - ist ebenfalls bekannt für den dortigen Christkindlmarkt.
    Auch in Australien gibt es deutsche Weihnachtsmärkte, zum Beispiel in der Nähe von Adelaide oder in Melbourne. Bei "Birmingham's Frankfurt Christmas Market" in England wird, gemäß hessischer Tradition, heißer "Ebbelwei" ausgeschenkt.
    Der Regensburger Kulturwissenschaftler Hirschfelder meint zum weltweiten Trend, Traditionen stünden wieder höher im Kurs. Inszenierte deutsche Weihnachtsmärkte böten sich besonders an, in einer Zeit vielschichtiger Ängste vor Klimawandel, Globalisierung, Armut und Krieg.
    Der Ursprung der Weihnachtsmärkte stammt aus dem Mittelalter. 1310 wurde ein Nikolausmarkt in München erstmals urkundlich erwähnt. Der Wenzelsmarkt im sächsischen Bautzen lässt sich bis ins Jahr 1384 zurückverfolgen. Die Märkte fungierten allerdings hauptsächlich zur Versorgung der Menschen. In der heutigen Form existieren die Märkte erst seit dem 17. Jahrhundert.
    Diese Nachricht wurde am 06.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.