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Deutsche Welle-Korrespondent in Türkei unter Auflagen freigelassen

In der Türkei ist der Korrespondent der Deutschen Welle, Alican Uludag, nach seiner Festnahme unter Auflagen wieder freigelassen worden. Das teilte die Deutsche Welle in Bonn mit. Das Ermittlungsverfahren der türkischen Justiz gegen Uludag werde fortgesetzt.

    Das Logo der Deutschen Welle auf einem Schild.
    Nach Angaben der Deutschen Welle ermittelt die türkische Generalstaatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts auf öffentliche Verbreitung irreführender Informationen gegen Alican Uludag. (imago-images / Marc John)
    Der Journalist müsse sich viermal pro Woche bei der Polizei melden und es sei ein Ausreiseverbot gegen ihn verhängt worden.
    Uludag war am Dienstag festgenommen worden. Nach Angaben der Deutschen Welle ermittelt die türkische Generalstaatsanwaltschaft unter anderem wegen des Verdachts auf öffentliche Verbreitung irreführender Informationen gegen Uludag. Anlass für die Ermittlungen seien Äußerungen Uludags auf der Plattform X.
    Der Investigativjournalist war schon einmal im Februar festgenommen worden. Er verbrachte etwa drei Monate in Untersuchungshaft, bevor er Mitte Mai freikam. Angeklagt wurde er wegen angeblicher Präsidentenbeleidigung, der Verbreitung irreführender Informationen und der Herabwürdigung staatlicher Institutionen. Das Verfahren wegen dieser Vorwürfe wird im September fortgesetzt.
    Nach Angaben der Deutschen Welle berichtet der Reporter seit Jahren über Justiz, Menschenrechte und Korruption in der Türkei. Während seiner vorherigen Inhaftierung hatten zahlreiche nationale und internationale Organisationen sowie die Bundesregierung seine Freilassung gefordert.
    Diese Nachricht wurde am 23.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.