Industriealkohol
Deutsche Winzer können überschüssige Weine zu Reinigungsmitteln destillieren

Die EU fördert die Destillation von deutschen Weinen zu Industriealkohol.

    Blaue Trauben an einem Rebstock.
    Wie hier in Rheinhessen gibt es derzeit ein Überangebot an Rotwein. (picture alliance / Martina Raedlein)
    Damit sollen überschüssige Weinmengen vom Markt genommen werden. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, darf dieser Alkohol ausschließlich für industrielle Zwecke genutzt werden, also etwa für Desinfektionsmittel und Energie.
    Mit der sogenannten Krisendestillation könne die Marktsituation kurzfristig entlastet werden, sagte die rheinland-pfälzischen Weinbauministerin Schneider. Die EU stelle rund 14 Millionen Euro zur Verfügung, womit rund 24 Millionen Liter Industriealkohol aus Rheinhessen und Württemberg gefördert werden könnten.
    Der Weinkonsum geht europaweit zurück, weshalb die Rebflächen nicht mehr der Nachfrage entsprechen. Viele Weinbaubetriebe stünden deshalb unter erheblichem Druck, sagte die Landesministerin.
    Diese Nachricht wurde am 21.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.