Bertelsmann-Analyse
Deutscher Arbeitsmarkt braucht bis 2040 jährlich fast 290.000 Menschen aus dem Ausland

Der deutsche Arbeitsmarkt ist einer neuen Analyse zufolge langfristig auf Zuwanderung in erheblichem Umfang angewiesen.

    Wartende Menschen stehen vor dem Landesamt für Einwanderung in Berlin
    Die Bertelsmann Stiftung hält die Zuwanderung von Fachkräften nach Deutschland in "substanziellen Umfang" für notwendig. (picture alliance / photothek / Janine Schmitz)
    Für ein ausreichendes Angebot seien bis 2040 jährlich rund 288.000 Arbeitskräfte aus dem Ausland erforderlich, heißt es in einer Berechnung im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Ohne zusätzliche Einwanderer würde die Zahl der Arbeitskräfte aufgrund des demografischen Wandels um rund zehn Prozent auf knapp 42 Millionen sinken, hieß es.
    Die Auswirkungen auf einzelne Bundesländer gibt die Analyse unterschiedlich an: Demnach wäre der Bedarf in Stadtstaaten wie Hamburg oder Berlin weniger ausgeprägt. In Thüringen, Sachsen-Anhalt und im Saarland dagegen läge der Rückgang an Arbeitskräften ohne Zuwanderung deutlich über zehn Prozent. Auch in Bayern, Baden-Württemberg und Hessen wird der Personalmangel ohne zusätzliche internationale Arbeitskräfte als groß angegeben.
    Diese Nachricht wurde am 26.11.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.