
Tilly habe sich der Verletzung religiöser Gefühle und der Verbreitung von Falschnachrichten über die russischen Streitkräfte schuldig gemacht, erklärte das Gericht zur Begründung in dem umstrittenen Strafverfahren. Der Künstler hatte Karnevalswagen für den Düsseldorfer Rosenmontagszug mit Karikaturen von Staatschef Putin gebaut.
Tilly hatte mehrfach erklärt, dass er nicht von der russischen Justiz über das Verfahren informiert worden sei. Allerdings beobachteten Diplomaten der deutschen Botschaft in Moskau den Prozess. Deutschland liefert seine Staatsbürger nicht nach Russland aus. Menschenrechtler sehen in dem Prozess ein weiteres Vorgehen der russischen Regierung gegen die Meinungsfreiheit.
Diese Nachricht wurde am 02.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
