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Deutscher Dirigentenpreis Auftakt zum Erfolg

Julio García Vico hatte nicht damit gerechnet, in die Endrunde zu kommen. Er musste eine Probe absagen und in einen geliehenen, viel zu großen Frack schlüpfen, um im Finale des Deutschen Dirigentenpreis dabei zu sein. Am Ende gewann der junge Spanier den 1. Preis.

Am Mikrofon: Maria Gnann | 30.09.2020

30.09.2019, Nordrhein-Westfalen, Köln: Der Nachwuchsdirigent Julio García Vico sitzt in der Kölner Philharmonie.
Studiert seit 2015 an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf Dirigieren: Julio García Vico (picture alliance / dpa / Roberto Pfeil)
2017 wurde der Wettbewerb erstmals vom Deutschen Musikrat international und unter großer medialer Aufmerksamkeit ausgetragen. Die Teilnehmer müssen ihre Fähigkeiten in den Gattungen Oper und Konzert gleichermaßen unter Beweis stellen – ein Alleinstellungsmerkmal. Mit 34.000 Euro Preisgeld und umfangreichen Fördermaßnahmen zählt der Deutsche Dirigentenpreis zu den höchstdotierten Auszeichnungen für Dirigenten in Europa. 2019 konnte sich Julio García Vico gegen insgesamt 90 andere Kandidaten und in der Endrunde gegen Gábor Hontvári und Chloé van Soeterstède durchsetzen. Für den Ungarn und die Französin bedeuteten der 2. und der 3. Preis ebenfalls einen Karriereschub. Was hat sich für die Preisträger seit dem Wettbewerb verändert? Und wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf eine junge Dirigentenkarriere aus? Ein Rückblick auf das Finale und das erste Jahr danach.
Wolfgang Amadeus Mozart
"Alla bella Despinetta"
aus: "Così fan tutte". Opera buffa in 2 Akten, KV 588
Dirigat: Julio García Vico
Felix Mendelssohn Bartholdy
"Die Hebriden". Konzertouvertüre Nr. 2 h-Moll, op. 26
Dirigat: Chloé van Soeterstède
Giuseppe Verdi
"Bella figlia dell'amore"
aus: "Rigoletto". Melodramma in 3 Aufzügen
Dirigat: Gábor Hontvári
Carl Maria von Weber
Ouvertüre (Ausschnitt)
aus: "Der Freischütz". Romantische Oper in 3 Aufzügen, J 277
Dirigat: Julio García Vico
Gürzenich-Orchester Köln
WDR Sinfonieorchester
Mitglieder des Ensembles und des Opernstudios der Oper Köln
Aufnahmen vom 18.10.2019 aus der Kölner Philharmonie