
In der Klasse der sehbehinderten Frauen sicherte sich Linn Kazmaier mit ihrem Guide Florian Baumann im klassischen Sprint die Silbermedaille hinter der Russin Anastasija Bagijan. Eigentlich war Teamkollegin Leonie Walter mit ihrem Guide Christian Krasman als Zweite ins Ziel gekommen. Doch sie wurde nachträglich wegen eines Verstoßes gegen die Technikregel am Anstieg auf den letzten Platz im Finale gesetzt. Dadurch rückte Kazmaier auf Platz zwei nach.
Silber auch für beinamputierten Marburger
Zuvor hatte Sebastian Marburger, dem nach einem Motorradunfall das rechte Bein amputiert werden musste, bei seiner paralympischen Premiere ebenfalls in der Langlauf-Loipe für eine kleine Überraschung gesorgt. Im Zielsprint musste sich der 28-Jährige bei den stehenden Männern nur dem belarussischen Sieger Raman Svirdydzenka geschlagen geben und holte ebenfalls Silber.
Monoskifahrerin Forster holt das dritte Silber
Erneuten Grund zur Freude hatte Alpin-Ass Anna-Lena Forster. Drei Tage nach ihrem Abfahrtssieg jubelte die 30 Jahre alte Monoskifahrerin in Cortina d'Ampezzo über Silber in der Super-Kombination. Nach jeweils einem Lauf im Super-G und im Slalom hatte sie nur 0,46 Sekunden Rückstand auf Siegerin Audrey Pascual Seca aus Spanien. Im Slalom gelang ihr dabei ein starkes Rennen, bei dem sie 2,36 Sekunden Rückstand aus dem Super-G aufholte.
Marchand schreibt Sportgeschichte
Bei ihrem historischen Start verpasste Kathrin Marchand als Vierte bei den stehenden Frauen um knapp zwei Sekunden eine Medaille. Die 35-Jährige ist die erste Athletin, die sowohl bei Olympischen Spielen als auch bei den Paralympischen Sommer- und Winterspielen gestartet ist. Nach Teilnahmen als Ruderin hatte sich die gebürtige Kölnerin erst vor wenigen Wochen und nach nur 14 Monaten intensivem Langlauftraining für die Winterspiele qualifiziert.
Befürchteter Eklat im Finale bleibt aus
Ein befürchteter Eklat bei den ersten direkten Rennen zwischen russischen und ukrainischen Athletinnen und Athleten bei den Paralympischen Spielen blieb indes aus. Bei den Langlaufwettbewerben in Tesero standen Sportler beider Nationen erstmals wieder gemeinsam auf paralympischer Bühne am Start. In der Qualifikation trafen sie teils aufeinander, in keiner Klasse aber schafften es Athleten beider Länder ins Finale.
Diese Nachricht wurde am 10.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
