
Bundeskanzler Merz hatte bei seinem Besuch der Weltklimakonferenz zuvor lediglich eine, so wörtlich, namhafte Summe in Aussicht gestellt, aber keine konkrete Höhe genannt. Schneider erklärte, Ziel sei es, den Klimaschutz voranzutreiben, aber auch bei der Anpassung an den Klimawandel zu helfen, den insbesondere die Menschen im Tropenwald spürten. Es gehe um den Schutz der tropischen Regenwälder, "der Lunge unserer Welt", teilten Schneider und Alabali Radovan mit.
Das Gastgeberland Brasilien hatte den Regenwaldfonds vorgestellt. Mit dem Finanzierungsmechanismus sollen Länder für den Erhalt tropischer Wälder entschädigt werden. Umgekehrt sollen sie für jeden zerstörten Hektar Wald Strafe zahlen. Überprüft würde dies mit Satellitenbildern, heißt es. Mehrere Länder, darunter Brasilien und Norwegen, hatten insgesamt mehr als fünf Milliarden US-Dollar für den Fonds zugesagt. Auch Frankreich und Portugal wollen sich beteiligen.
Umweltverbände erhoffen sich Dynamik
Umweltverbände lobten die deutsche Unterstützung für den Fonds. "Das politische Signal durch die deutsche Unterstützung für den TFFF kann helfen, die COP30 in Brasilien zum Erfolg zu bringen", erklärte der Vorstand von Greenpeace Deutschland, Kaiser. Ute Sudmann von Germanwatch erklärte, die Ankündigung komme zum richtigen Zeitpunkt . Damit werde eine "Dynamik" für den weiteren Aufbau des Fonds geschaffen.
Die 30. UN-Klimakonferenz in der brasilianischen Amazonas-Stadt Belém soll offiziell am Freitag enden. Delegierte aus mehr als 190 Ländern verhandeln dort seit dem 10. November über Maßnahmen für ambitionierteren Klimaschutz und zur Anpassung an den Klimawandel.
Diese Nachricht wurde am 20.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.






