Verfassung
Deutschland feiert Grundgesetz - auch bundesweiter "Ehrentag" für ziviles Engagement

Die Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wird in diesem Jahr erstmals mit einem sogenannten "Ehrentag" gefeiert. Diesen hatte Bundespräsident Steinmeier ins Leben gerufen und die Schirmherrschaft übernommen. Damit sollen die Errungenschaften der Verfassung stärker ins Bewusstsein der Menschen gerückt werden. 

    Freiwillige halten in einem Fußballstadion ein Banner hoch mit der Aufschrift: Ehrenamt ist unbezahlbar.
    Deutschland feiert das Grundgesetz mit einem sogenannten Ehrentag (Archivfoto) (imago images / Ulrich Hufnagel )
    Zugleich soll mit Tausenden Aktionen von Kommunen, Vereinen, Initiativen, Unternehmen und Einzelpersonen in ganz Deutschland für das Ehrenamt geworben werden. Der Mitmachtag steht unter dem Motto "Für dich. Für uns. Für alle." Die Sprecherin des Netzwerks "Zusammen bewegen" in Mecklenburg-Vorpommern, Ina Gross, wünscht sich von der Politik mehr Wertschätzung. Ein Tag reiche nicht aus, sagte Gross im Deutschlandfunk. Die ehrenamtliche Arbeit nehme in der Gesellschaft eine wichtige Funktion ein. Das Ehrenamt werde häufig als Motor der Demokratie bezeichnet - so sollte man es auch behandeln.
    Steinmeier selbst will in einer Berliner Bibliothek vor Kindern aus dem Grundgesetz vorlesen, sich an Gärtnerarbeiten in einer Grünanlage beteiligen und in einem Seniorenheim an Gesellschaftsspielen und Handarbeiten teilnehmen. Demokratie lebe von Menschen, die mitmachten, betonte das deutsche Staatsoberhaupt.
    Diese Nachricht wurde am 23.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.