Nahost
Deutschland fordert Israel auf, Siedlungsprojekt E1 im Westjordanland zu stoppen

Deutschland hat an Israel appelliert, den Bau der umstrittenen E1-Siedlung im Westjordanland zu stoppen.

    Dieses Foto zeigt einen Blick auf das Gebiet E1, ein Landstrich östlich von Jerusalem zwischen der Stadt und der Siedlung Ma'ale Adumim.
    Dieses Foto zeigt einen Teil des Gebiets E1 im Westjordanland. Dort sollen Häuser für israelische Siedler entstehen. (picture alliance / Xinhua News Agency | Jamal Awad)
    Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte in Berlin, das Projekt könnte zu noch mehr Instabilität in der Region führen, da es die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland weiter einschränken würde. Zudem stehe E1 einer Zwei-Staaten-Lösung im Wege.
    Israel hatte die Ausschreibung für das Siedlungsprojekt diese Woche veröffentlicht. Es betrifft ein etwa zwölf Quadratkilometer großes Gebiet östlich von Jerusalem. Sollte es realisiert werden, würde das Westjordanland faktisch in zwei Hälften geteilt. Die Behörden planen dort rund 3.400 Wohneinheiten für israelische Siedler.
    Das E1-Projekt ist seit mehr als 20 Jahren im Gespräch, wurde aber auf Druck früherer US-Regierungen nie realisiert.
    Diese Nachricht wurde am 09.01.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.