Treffen in London
Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen Ukraine-Diplomatie in Gang bringen

Deutschland, Frankreich und Großbritannien wollen die stockenden Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder in Gang bringen. Gestern Abend trafen sich Bundeskanzler Merz und Frankreichs Präsident Macron mit dem britischen Premierminister Starmer in dessen Amtssitz in London.

    Bundeskanzler Merz, der ukrainische President Selenskyj, der britische Premierminister Starmer und der französische President Macron stehen vor dem Amtssitz des britischen Premiers, 10 Downing Street.
    Selenskyj beim Treffen mit europäischen Verbündeten in London (AFP / HENRY NICHOLLS)
    Zusammen mit dem ebenfalls angereisten ukrainischen Präsidenten Selenskyj sprachen die Staats- und Regierungschefs über die weitere Unterstützung für die Ukraine. Zudem erörterten sie die Chancen für Verhandlungen mit Russland.
    In einer gemeinsamen Erklärung befürworteten die Politiker den Vorschlag Selenskyjs für direkte Gespräche mit Kremlchef Putin. Daran sollten neben den USA auch europäische Vertreter teilnehmen. Putin hatte ein solches Gespräch kürzlich allerdings abgelehnt.
    Die Teilnehmer in London forderten Russland zudem zu einer sofortigen und vollständigen Waffenruhe auf. Außerdem vereinbarten Deutschland, Frankreich und Großbritannien eine engere Zusammenarbeit bei Luftverteidigungssystemen und weitreichender Waffentechnik, um die Ukraine besser zu unterstützen.
    Heute beraten in Zypern auch die Verteidigungsminister der EU-Staaten über die weitere militärische Unterstützung der Ukraine.
    Diese Nachricht wurde am 08.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.