
Die Berechnung besagt, dass wenn alle Menschen der Erde so viele natürliche Rohstoffe verbrauchen und CO2 ausstoßen würden wie die in Deutschland, die jährliche Biokapazität der Erde bereits heute am 10. Mai aufgebraucht wäre. Im vergangenen Jahr war der deutsche Erdüberlastungstag eine Woche früher am 3. Mai.
Nach wie vor zu viele fossile Energieträger
Laut dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) verbraucht Deutschland vor allem durch den nach wie vor hohen Einsatz fossiler Energien deutlich zu viele Ressourcen. Die Hauptverursacher seien energieintensive Industriebranchen, der Gebäudesektor, der Straßenverkehr und die industrielle Tierhaltung, wie der BUND mitteilte. "Unser aktueller Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig", erklärte der Vorsitzende Bandt. Statt umzuschwenken auf erneuerbare Energien setze Deutschland weiter auf Kohle, Öl und Gas. Die Folgen der Entwicklung seien längst spürbar, etwa durch Dürren, Starkregen oder zunehmende Hitze in Städten.
Nur wenige Länder ohne Erdüberlastungstag
Nur in wenigen Ländern weltweit werden nicht mehr Ressourcen verbraucht, als der Planet erneuern kann, dazu gehören Bangladesch, Nigeria und Nepal. Das erste Land, Katar, erreichte seinen nationalen "Overshoot Day" bereits am 4. Februar, die USA Mitte März. China folgt Ende Mai. Der globale Erdüberlastungstag fiel im vergangen Jahr auf den 24. Juli.
Luxemburg hat höchsten Ressourcenverbrauch in der EU
Im EU-Durchschnitt fiel der Überlastungstag in diesem Jahr auf den 3. Mai. In Europa ist Luxemburg erneut Spitzenreiter beim Ressourcenverbrauch. Dort fiel der "Overshoot Day" bereits auf den 17. Februar. Am spätesten erreicht ihn voraussichtlich Ungarn am 24. Juni.
Diese Nachricht wurde am 10.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
