Asylpolitik
Deutschland schiebt erneut nach Afghanistan ab - Kritik von Pro Asyl

Nach der erneuten Abschiebung von Afghanen per Charterflug in ihr Heimatland hat Bundesinnenminister Dobrindt seinen Kurs gegen Kritik verteidigt.

    Ein Flugzeug der Qatar Airways, vor dem Fahrzeuge der Bundespolizei stehen, auf dem Vorfeld am Flughafen Leipzig/Halle.
    Wieder wurden Menschen nach Afghanistan abgeschoben (Archivbild). (picture alliance / dpa / Jan Woitas)
    Der CSU-Politiker sagte, er habe in der Vergangenheit deutlich gemacht, dass er gemäß dem Koalitionsvertrag zwar mit den Abschiebungen von Straftätern beginnen werde, ausreisepflichtige Personen kämen aber auch in Frage. Nach Angaben Dobrindts wurden heute 31 Personen abgeschoben - überwiegend Straftäter, die mit Tötungsdelikten, Vergewaltigungen und anderen Gewalttaten auffällig waren. Grundlage ist eine direkte Vereinbarung mit den in Afghanistan herrschenden islamistischen Taliban.
    Die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl kritisierte, dass sich erstmals ein nicht vorbestrafter Mann unter den Abgeschobenen befunden habe, und sprach von einer fatalen Abschiebungspolitik. Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Emmerich nannte die Praxis unverantwortlich.
    Diese Nachricht wurde am 28.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.