Wasserstoff-Import
Deutschland schließt ersten Vertrag ab

Deutschland hat mit Verspätung seinen ersten Liefervertrag zur Einfuhr von Wasserstoff abgeschlossen.

15.07.2024
    Ein Wasserstoff-Tank steht im Enertrag-Hybridkraftwerk in Brandenburg.
    Mit erneuerbaren Energien hergestellter Wasserstoff soll eine zentrale Rolle bei der Energiewende spielen. (picture alliance / dpa / Fabian Sommer)
    Von 2027 bis 2032 sollten mindestens rund 260.000 Tonnen des Derivats Ammoniak per Schiff aus Ägypten geliefert werden, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Eigentlich hatte die Regierung auf erste Lieferungen bereits Ende des Jahres gehofft. Das Ammoniak soll in Deutschland in Wasserstoff umgewandelt werden. Der Produktionspreis des Ammoniaks soll bei gut 800 Euro pro Tonne liegen, dazu kommen Transportkosten. Der Wert der Lieferung dürfte so bei etwa 300 Millionen Euro liegen. Das Ammoniak soll "grün", also mit Hilfe erneuerbarer Energie, hergestellt werden. Dafür werden in Ägypten neue Solar- oder Windkraftwerke gebaut.
    Diese Nachricht wurde am 11.07.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.