
Damit bleibe die Bundesrepublik weit hinter ihren Möglichkeiten zurück, teilte das UNO-Kinderhilfswerk in Köln mit. Alarmierend sei vor allem das Abschneiden im Bereich Bildung: Nur 60 Prozent der 15-Jährigen erreichten die Mindestkompetenz in Lesen und Mathematik. Zudem sei der Abstand zwischen Jugendlichen aus wirtschaftlich benachteiligten und wohlhabenden Familien besonders groß. Unter den Jugendlichen aus benachteiligten Familien erlangten nur 46 Prozent grundlegende Kompetenzen. In privilegierten Familien seien es 90 Prozent.
Im Bereich körperlicher Gesundheit liege Deutschland mit Rang 15 von 41 im oberen Mittelfeld. Doch auch hier sei die Abhängigkeit vom Familieneinkommen offenkundig: 79 Prozent der Kinder aus dem wohlhabendsten Fünftel der Familien seien in sehr guter gesundheitlicher Verfassung, bei den ärmsten Kindern seien es dagegen nur 58 Prozent. Beim mentalen Wohlbefinden zeigt sich der Studie zufolge ein ähnliches Bild. So berichteten in Deutschland nur 61 Prozent der 15-Jährigen aus den einkommensschwächsten Familien von hoher Lebenszufriedenheit, aber 73 Prozent der Jugendlichen aus wohlhabenden Familien.
Niederlande an der Spitze
Die Studie des UNICEF-Forschungsinstituts wird seit dem Jahr 2000 regelmäßig erstellt und vergleicht die Situation von Kindern in den wohlhabenden Ländern der Welt. In diesem Jahr belegen die Niederlande, Dänemark und Frankreich die ersten drei Plätze.
Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
