Regierungskonsultationen
Deutschland und Brasilien vertiefen Kooperation bei Wirtschaft und Verteidigung

Deutschland und Brasilien haben bei ihren Regierungskonsultationen in Hannover eine Vertiefung ihrer strategischen Partnerschaft vereinbart. Bundeskanzler Merz kündigte nach den Beratungen in Schloss Herrenhausen einen Ausbau der Kooperationen in Wirtschaft, Wissenschaft und Technologie sowie in der Verteidigung an.

    Bundeskanzler Friedrich Merz begrüßt vor Schloss Herrenhausen den brasilianischen Präsidenten Luiz Inacio Lula da Silva.
    Bundeskanzler Friedrich Merz und der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva vor Schloss Herrenhausen (picture alliance / Chris Emil Janßen / Chris Emil Janssen)
    Die Nähe zwischen beiden Ländern sei notwendiger denn je in einer Zeit, in der sich die Weltordnung grundlegend verändere, sagte Merz bei der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem brasilianischen Präsidenten Lula da Silva. Es sei ein gemeinsamer Erfolg, dass das Freihandelsabkommen der EU mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten nun vorläufig in Kraft treten könne.
    An den Regierungskonsultationen hatten insgesamt 15 Ministern beider Seiten teilgenommen. Im Mittelpunkt standen wirtschaftliche Fragen. Die vorläufige Anwendung des Mercosur-Abkommens beginnt am 1. Mai. Durch den Vertrag entsteht eine Freihandelszone mit mehr als 700 Millionen Menschen.

    Aus dem Deutschlandfunk-Programm:

    Brasilien: Mit deutscher Hightech zur Agrar-Macht (Audio)
    Wo Deutschland Brasilien als Handelspartner braucht (Audio)
    Hannover Messe: Industrie sauer auf Berlin (Audio)
    Südamerika-Experte Peter Birle zu Brasilien als Gastland der Hannover Messe (Audio)
    Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.