Wadephul in Finnland
Deutschland und Finnland wollen Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich ausbauen

Deutschland und Finnland wollen ihre Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich vor dem Hintergrund der Bedrohungen durch Russland verstärken.

    Johann Wadephul (l) spricht während einer Pressekonferenz neben Elina Valtonen, der finnischen Ministerin für auswärtige Angelegenheiten.
    Bundesaußenminister Johann Wadephul und Finnlands Außenministerin Elina Valtonen (picture alliance / dpa / Sebastian Gollnow)
    Es gehe etwa um Schutz vor hybriden Bedrohungen, Cybersicherheit und den Ausbau der europäischen Handlungsfähigkeit, sagte Außenminister Wadephul bei einem Treffen mit seiner Amtskollegin Valtonen in Helsinki. Wadephul sieht Finnland nach eigenen Angaben als Vorbild bei den Bemühungen, sich widerstandsfähiger gegen russische Bedrohungen zu machen. Er nannte als Beispiel den Zivilschutz. Valtonen verteidigte derweil den Austritt ihres Landes aus dem Ottawa-Abkommen zum weltweiten Verbot von Antipersonenminen. Sie erklärte, Finnland schütze mehr als 1.300 Kilometer Grenze zu Russland - es sei im Interesse von ganz Europa, dass diese Grenze sicher bleibe.
    Bundesaußenminister Wadephul ist für einen zweitägigen Besuch in Finnland. - Morgen soll er in Helsinki unter anderem die Zivilschutzanlage Merihaka besichtigen. Zudem sind Gespräche mit dem finnischen Grenzschutz zur Situation an der Grenze geplant.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.