Vivatech
Deutschland und Frankreich planen gemeinsames KI-Zentrum

Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und sein französisches Pendant, das Inria, werden bis zum Jahresende gemeinsam ein deutsch-französisches Zentrum für Künstliche Intelligenz aufbauen.

    v.l.n.r.: Dr. Bruno Sportisse, CEO Inria, Philippe Baptiste, Französischer Bildungsminister, Dorothee Bär, Bundesforschungsministerin, Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO DFKI, Prof. Dr.-Ing. Philipp Slusallek, Geschäftsführender Direktor DFKI Saarbrücken, Staatssekretär David Lindemann, Chef der Staatskanzlei des Saarlandes
    v.l.n.r.: Dr. Bruno Sportisse, CEO Inria, Philippe Baptiste, Französischer Bildungsminister, Dorothee Bär, Bundesforschungsministerin, Prof. Dr. Antonio Krüger, CEO DFKI, Prof. Dr.-Ing. Philipp Slusallek, Geschäftsführender Direktor DFKI Saarbrücken, Staatssekretär David Lindemann, Chef der Staatskanzlei des Saarlandes (Inshorefilms)
    Das vereinbarten beide Forschungsinstitute heute bei der internationalen Hightech-Messe Vivatech in der französischen Hauptstadt Paris. Zentrales Ziel der neuen Einrichtung sei es, die Unabhängigkeit der EU bei Entwicklung und Einsatz der Künstlichen Intelligenz sicherzustellen, sagte DFKI-Geschäftsführer Antonio Krüger am Rande der Vivatech-Messe. Bundesforschungsministerin Bär erklärte, man werde gemeinsam an sicherer und vertrauenswürdiger KI nach europäischen Standards forschen. Mit Büros an mehreren Standorten - darunter Berlin, Saarbrücken und Paris - sollen sich sowohl Forschende beider Länder im Bereich KI besser vernetzen als auch die Wirtschaft mit der Forschung. Das neue Zentrum soll Ende das Jahres die Arbeit aufnehmen.
    Zuletzt hatte die Sperrung des KI Modells Claude Fable viel Augenmerk auf die Bedeutung einer europäischen Souveränität im Bereich der Künstlichen Intelligenz gelenkt. Um einer Anordnung der US-Behörden wegen nationaler Sicherheitsbedenken nachzukommen, musste das Unternehmen Anthropic den Zugriff auf seine beiden leistungsstarken KI-Modelle Fable 5 und Mythos 5 sperren.
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    Diese Nachricht wurde am 18.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.