Migration
Deutschland und Österreich wollen an Grenzkontrollen festhalten

Die Innenminister von Deutschland und Österreich, Dobrindt und Karner, wollen an ihren jeweiligen Grenzkontrollen festhalten.

    Gerhard Karner, Innenminister von Österreich, (l.) und Bundesminister des Innern, Alexander Dobrindt (CSU), stehen jeweils an Rednerpulten nebeneinander.
    Österreich und Deutschland vereinbaren eine Weiterführung der Grenzkontrollen. (picture alliance / dts-Agentur / dts Nachrichtenagentur GmbH)
    Nach einem Gespräch in Berlin erklärten sie, die Kontrollen seien funktionsfähig und miteinander abgestimmt. Karner betonte, durch die Grenzkontrollen sei die illegale Migration zurückgedrängt worden. Dobrindt sagte, man habe die Kontrollen, die es seit 2015 zu Österreich und inzwischen zu allen Nachbarländern Deutschlands gebe, immer im Zusammenhang mit einem funktionierenden europäischen Asylsystem gesehen. Nun beobachte man genau, wie sich die im Juni in Kraft getretene EU-Asylreform auswirke. Aktuell seien die Kontrollen noch notwendig.
    Die EU-Kommission hatte mit Verweis auf die Asylreform im Juni empfohlen, die Grenzkontrollen abzubauen.
    Diese Nachricht wurde am 15.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.