Verteidigungspolitik
Deutschland und Polen rücken mit Abkommen enger zusammen

Deutschland und Polen wollen ihre Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik weiter vertiefen.

    Bundesverteidigungsminister Pistorius (links) und sein polnischer Kollege Kosiniak-Kamysz (rechts) sitzen an einem Tisch und unterzeichnen das Abkommen über die Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik.
    Bundesverteidigungsminister Borius Pistorius und sein polnischer Kollege Władysław Kosiniak-Kamysz bei der Unterzeichnung in Warschau (AFP / WOJTEK RADWANSKI)
    Bundesverteidigungsminister Pistorius hat in Warschau ein entsprechendes Abkommen unterzeichnet. Es sieht unter anderem eine verstärkte militärische Abstimmung und den Einsatz deutscher Soldaten zur Sicherung von Polens Ostgrenze vor. Nach polnischen Angaben soll beispielsweise enger in den Bereichen kritische Infrastruktur und Cybersicherheit zusammengearbeitet werden. Auch die Kooperation in Ostseeraum und Weltall soll vertieft werden. Das Abkommen knüpft an ein bereits bestehendes Rahmenabkommen von 2011 an. Pistorius sagte, das neue Abkommen schlage ein weiteres Kapitel in der Geschichte einer engen Freundschaft auf. Deutschland und Polen übernähmen gemeinsam Verantwortung für die Sicherheit in Europa.
    Anlass von Pistorius' Besuch in Warschau war der heutige 35. Jahrestag des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages von 1991. - Bundesaußenminister Wadephul empfing seinen Amtskollegen aus Polen, Sikorski, in Berlin. Zusammen veröffentlichten sie eine Erklärung, die unter anderem auf den Ausbau des grenzüberschreitenden Verkehrs sowie von Partnerschaften im Bereich Digitalisierung abzielt.
    Diese Nachricht wurde am 17.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.