
Ein Ziel einer möglichen deutschen Mitgliedschaft sei, die Arbeit der nicht-ständigen Mitglieder zu koordinieren und ihnen neben den ständigen Mitgliedern im höchsten UNO-Gremium eine "starke Stimme" zu geben, sagte Bundesaußenminister Wadephul in New York. Der Sicherheitsrat müsse reformiert werden, damit die Interessen kleinerer Staaten besser berücksichtigt würden. Man dürfe sich nicht daran gewöhnen, dass sich das Recht des Stärkeren durchzusetzen versuche, mahnte Wadephul. Deutschland werde die regelbasierte Ordnung verteidigen und im Sicherheitsrat ein "Anwalt des Völkerrechts" sein.
Die UNO-Vollversammlung entscheidet morgen darüber, ob Deutschland erneut einen Sitz als nicht-ständiges Mitglied im Sicherheitsrat erhält. Die Bundesrepublik tritt bei der Abstimmung um zwei frei werdende Sitze gegen Österreich und Portugal an.
Diese Nachricht wurde am 02.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
