
Die Bemühungen um ein Ende des Iran-Krieges dürften nicht zu einem "transatlantischen Stresstest" werden und die Beziehungen zu den USA belasten, sagte Merz nach Beratungen über einen möglichen Militäreinsatz in der Meerenge. Zuvor hatte der französische Präsident Macron von einer "neutralen Mission" gesprochen, die sich klar von den Kriegsparteien abgrenze.
Vertreter von rund 50 Staaten und Organisationen hatten in Paris über eine Sicherung der Straße von Hormus beraten. Frankreich, Großbritannien, Italien und Deutschland wollen dazu eine Mission aufstellen. Merz bekräftigte, die Bundeswehr könne sich bei der Minenräumung und der Aufklärung beteiligen. Zur Bedingung machte er ein Ende der Kampfhandlungen mit dem Iran und eine sichere Rechtsgrundlage, wie etwa eine Resolution des UNO-Sicherheitsrats.
Merz begrüßte die Ankündigung Irans, die Durchfahrt durch die Straße von Hormus wieder zu erlauben. Außenminister Araghtschi hatte in Teheran erklärt, die Meerenge wieder zu öffnen, so lange im Iran und im Libanon die vereinbarte Waffenruhe herrsche.
Diese Nachricht wurde am 17.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
