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Opernhäuser
Deutschsprachige Opernkonferenz fordert Ausgleich für Tariferhöhung im Öffentlichen Dienst

Die großen deutschen Opernhäuser fordern zusätzliches Geld, um die Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst zu bezahlen. Diese müssten "in Gänze von den öffentlichen Rechtsträgern übernommen werden", verlangte die Deutschsprachige Opernkonferenz (DOK) zum Abschluss eines Treffens in Berlin.

07.05.2023
    Das Gebäude der Deutschen Staatsoper Unter den Linden in Berlin von außen.
    Mitgliedsbühne der Deutschsprachigen Opernkonferenz (DOK): Die Deutsche Staatsoper Unter den Linden in Berlin. (imago images/POP-EYE/Christian Behring)
    Die DOK-Vorsitzende Moser erklärte laut Mitteilung, besonders vor dem Hintergrund der steigenden Energiepreise und der hohen Inflation, sei es enorm wichtig für die Opernhäuser wie für alle Kultureinrichtungen, finanziell unterstützt zu werden. Die zu erwartenden Kostensteigerungen seien in einer Größenordnung, die nicht einmal ansatzweise in den Häusern aufgefangen werden könnten.
    "Wir rufen die öffentlichen Rechtsträger daher auf, die Zuwendungen um diese Tariferhöhungen anzuheben. Nur so können wir unsere Kunst, die in diesen widersprüchlichen Zeiten für die Menschen wichtiger ist, denn je, weiter ausüben und zu ihnen bringen", betonte Moser, die auch geschäftsführerende Direktorin der Komischen Oper Berlin ist.

    Kultursenator Chialo gibt Garantien für Berliner Openhäuser

    Bei dem dreitägigen Treffen sprach der neue Berliner Kultursenator Chialo der Mitteilung zufolge eine Garantie für die drei Opernhäuser in der Bundeshauptstadt aus. Die Existenz der drei Häuser sowie des Staatsballetts unter dem Dach der Stiftung Oper mit insgesamt 2.000 Mitarbeitern sei auch unter dem neuen schwarz-roten Senat gesichert, erklärte der CDU-Politiker. Die fast 600.000 Gäste im vergangenen Jahr seien ein "tolles Aushängeschild" für den Erfolg der Bühnen.
    Zur Opernkonferenz gehören 13 große Opernhäuser im deutschsprachigen Raum sowie drei Bühnen in London, Mailand und Paris.
    Diese Nachricht wurde am 07.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.