
Außerdem soll die wirtschaftliche Grundlage unabhängiger Medien gesichert werden. "Wer den Informationsfluss kontrolliert, kontrolliert die Demokratie", sagte Michelle Cloos, Generaldirektorin des "Tageblatt Luxemburg". Diese Kontrolle dürfe nicht von digitalen Gatekeepern monopolisiert werden.
Die Verbände fordern in der Erklärung mehr Transparenz bei Algorithmen, Quellen und Rankinglogiken. Zudem sollen Medienhäuser bessere Möglichkeiten erhalten, die Rechte an ihren Inhalten durchzusetzen. Auch wollen sie eine verpflichtende Vergütung für die Nutzung journalistischer Inhalte durch Dritte und eine diskriminierungsfreie Auffindbarkeit journalistischer Angebote im Netz. Markbeherrschende Plattformen sollen sich künftig an der Finanzierung journalistischer Inhalte beteiligen.
Mit Blick auf das Recht auf Vergessen dürfe es zudem nicht zur "Umschreibung der Geschichte" kommen. Journalistische Archive müssten insbesondere bei Themen von öffentlichem Interesse vollständig erhalten bleiben.
An der "Luxemburger Erklärung" sind neben der Editpress aus Luxemburg der Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) aus Deutschland, der Verlegerverband Schweizer Medien (VSM) und der Verband Österreichischer Zeitungen (VÖZ) beteiligt.
Diese Nachricht wurde am 20.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
