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StartseiteSport am Wochenende"Der Vorschlag war für mich nicht zu toppen"17.08.2019

DFB-Vize Zimmermann zum Präsidentschaftskandidat Keller"Der Vorschlag war für mich nicht zu toppen"

Die Nominierung von Fritz Keller für die Wahl zum Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), fand nicht nur Zustimmung. DFB-Vize Ronny Zimmermann verteidigte im Dlf den Vorschlag der Findungskommission: Er könne sich niemanden vorstellen, der noch geeigneter für den Posten sei.

Ronny Zimmermann im Gespräch mit Matthias Friebe

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10.08.2018, GER, Saison 2018/2019, DFB, Deutscher Fussbalbund Pressekonferenz Video-Assistent - DFB Vizepräsident Ronny Zimmermann *** 10 08 2018 GER Season 2018 2019 DFB German Football Association Press Conference Video Assistant DFB Vice President Ronny Zimmermann  (Imago)
Ronny Zimmermann, DFB-Vize-Präsident, hält Fritz Keller für den idealen Kandidaten für das Amt des DFB-Präsidenten (Imago)
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Der 62-jährige Keller ist der einzige Kandidat, den die Findungskommission des DFB angehört hat. Zimmermann, selbst Mitglied in diesem Gremium, verteidigte dieses Vorgehen im Deutschlandfunk: "Wir haben uns auf den Wunschkandidaten festgelegt. Das finde ich auch seriös. Hätte die Nummer eins abgelehnt, hätten wir mit Nummer zwei gesprochen." Nachdem Keller um einige Tage Bedenkzeit gebeten habe, um unter anderem mit seiner Familie zu sprechen, habe er zugesagt.

Keller stehe für Ideale wie Fairplay, Bodenständigkeit, Glaubwürdigkeit und Transparenz, so Zimmermann: "Er bringt alle Voraussetzungen mit, die man für diese Tätigkeit haben muss. Er ist ein klasse Unternehmer, er ist ein bundesweit anerkannter Fußballfachmann. Er ist ein toller Mensch, geraderaus, ehrlich und absolut integer. Daher war der Vorschlag auch für mich nicht zu toppen."

Kritik aus Sachsen nicht nachvollziehbar

Kritik vom Präsidenten des Sächsischen Fußball-Verbands, Hermann Winkler, wies Zimmermann zurück. Winkler hatte bemängelt, dass keine ostdeutschen Kandidaten in der engeren Auswahl waren: "Wir haben über die Namen bis dato nicht gesprochen. Das werden wir auch nicht tun. Er kann also gar nicht wissen, ob ein Ostdeutscher- oder eine Ostdeutsche dabei waren."

Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg, soll neuer Chef beim DFB werden. (imago / Martin Hoffmann)Fritz Keller, Präsident des SC Freiburg, soll neuer Chef beim DFB werden. (imago / Martin Hoffmann)

Der DFB-Vize-Präsident machte klar, dass es sich bei Fritz Keller nur um einen Vorschlag handelt und jeder Landesverband und auch die Deutsche Fußball-Liga (DFL) die Möglichkeit habe, einen eigenen Kandidaten aufzustellen. Die Wahl des neuen DFB-Präsidenten findet Ende September statt. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Kandidat des Verbands gewählt wird, recht groß, da auch Einigkeit mit den Profiklubs der DFL besteht.

Verständnis auch für Interessen der Amateure

Ronny Zimmermann, selbst Präsident des badischen Fußballverbands, hält den Kandidaten auch für die Amateure wählbar, obwohl der beim SC Freiburg Vorsitzender eines Profiklubs ist: "Er ist ein Kenner des Amateurfußballs und schätzt ihn absolut. Deshalb glaube ich, dass er der geeignete Mann ist, diese Pole zusammenzubringen."

In Zukunft soll das Amt des DFB-Präsidenten verändert werden. Er soll weniger Aufgaben haben. "Wir sind auf dem Weg das Amt zu entschlacken", so Zimmermann, "final steht das aber noch gar nicht. Der neue Präsident wird daran mitarbeiten. Er wird weiterhin ein starker Präsident bleiben."

Ronny Zimmermann hofft, dass der neue DFB-Präsident Fritz Keller heißen wird: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass es jemanden gibt, der noch geeigneter ist."

Äußerungen unserer Gesprächspartner geben deren eigene Auffassungen wieder. Der Deutschlandfunk macht sich Äußerungen seiner Gesprächspartner in Interviews und Diskussionen nicht zu eigen.

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