Altersvorsorge
DGB will Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge

In der Debatte über die Rentenreform schlägt der Deutsche Gewerkschaftsbund eine verpflichtende Betriebsrente für alle Beschäftigten vor.

    Yasmin Fahimi, DGB-Chefin, spricht beim Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf der Bühne.
    Yasmin Fahimi, DGB-Chefin (Archivbild) (picture alliance/dpa/Fabian Sommer)
    Rund 20 Millionen Menschen hätten keine betriebliche Altersvorsorge – meist, weil sie in Betrieben ohne Tarifbindung tätig seien, sagte die DGB-Vorsitzende Fahimi dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Hier sei es denkbar, diese Beschäftigten in bestehende Modelle aufzunehmen. Die Gewerkschaften stünden bereit, das zu regeln. Eine betriebliche Altersvorsorge müsse jedoch zusätzlich sein und von den Arbeitgebern zumindest mitfinanziert werden, betonte Fahimi.
    In Deutschland besteht die Altersvorsorge aus drei Elementen: Neben der gesetzlichen Rentenversicherung oder der Beamtenversorgung gibt es ergänzend neben der Betriebsrente die private Altersvorsorge, etwa in Form von ETF-Sparplänen oder anderen börsengehandelten Lösungen. Details des Vorstoßes will der DGB den Angaben zufolge Ende des Monats präsentieren.
    Diese Nachricht wurde am 07.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.