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StartseiteCampus & KarriereBewegung im Klassenzimmer21.02.2019

Didacta TrendsBewegung im Klassenzimmer

Das zerkratze Holzpult gehört der Vergangenheit an und mit dem Stuhl kippeln ist jetzt sogar erwünscht – auf der Didacta geht es auch um Innovationen im Klassenzimmer. Möbel sollen zukünftig „dynamisch-kooperatives“ Lernen unterstützen und die Turnhalle könnte zum Lernort werden.

Von Friederike Müllender

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Mobile Digitalwerkstatt am 14.01.2019 auf dem Schulhof der Katholischen Grundschule Fleherstrasse in Düsseldorf (imago / Eibner / Udo Gottschalk )
Ob Einzel-, Gruppenarbeit oder Frontalunterricht - die neuen Schulmöbel sollen an die jeweilige Lehrsituation anpassbar sein (imago / Eibner / Udo Gottschalk )
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Die typische Zweierschulbank, davor die obligatorischen Stühle aus Holz - nach diesen Möbeln sucht man hier auf der Didacta vergeblich. Form, Farbe und Funktion der Klassenraummöbel sind hier deutlich anders und das hat einen Grund, erklärt Möbelhersteller Matthias Schulz.

"Das Umdenken ist sicher gerade in der Pädagogik, das dynamisch-kooperative Lernen. Durch die spezielle Winkelform, die nur dieser fünfeckige Tisch hat, können sie am Morgen eine ganz normale Frontalunterrichtssituation aufstellen und dann nehmen die Schüler ihren Tisch, der mit einer Rolle ausgestattet ist, rollen den zu einer Vierergruppe zusammen. Oder es gibt eine andere Gruppe, die arbeiten an einem anderen Thema, dann stellen wir zwölf Tische in einem Kreis zusammen."

Bewegliches Mobiliar

Von Einzeltischen zu Gruppentischen, in nicht mal einer Minute. Es kommt Bewegung ins Klassenzimmer, auch was die Stühle angeht. Geht es nach den Ausstellern auf der Messe, brauchen die weder Stuhlbeine noch eine Lehne. Die hockerartigen Stühle sehen eher aus wie flache Kegel mit Kissen. Das muss erstmal ausprobiert werden:

"Ist auf jeden Fall schwer umzufallen, stabil tatsächlich in allen Lagen. Mir fehlt so ein bisschen die Rückenlehne. Interessant so ein bisschen wie Achterbahnfahren, ja man wackelt hin und her und hat keinen festen Sitz, aber es ist nicht schlecht. Ich hätte gesagt, man kommt nicht zur Ruhe, ist aber dennoch aktives Sitzen. Dann muss man nicht mit dem Stuhl kippeln, sondern schaukelt ein bisschen hin und her."

Lernen in der Turnhalle

Nicht nur die Klassenräume sollen sich in Zukunft verändern, auch die schnöden Turnhallen sollen endlich in der Zukunft ankommen, findet Yannick Piralis vom Start-Up "LÜ". Mit einem speziellen Beamer und einer 3D-Kamera sollen die Hallen zu eine Art Computerspiel werden. Dabei werden kleine Minispiele an die Turnhallenwand geworfen. Die Schülerinnen und Schüler müssen dann mit Bällen etwa auf sich bewegende Ziele werfen, Matheaufgaben lösen oder Quizfragen zu verschiedenen Unterrichtsfächern beantworten.  

"Die nächste Stufe vom Produkt ist, dass die Lehrer selbst die Fragen eingeben können, das heißt, wenn sie im Geschichtsunterricht vergangene Woche irgendwas über die Römer gelernt haben, können sie in der nächsten Sportstunde diese Themen wieder aufgreifen und Fragen und Antworten dazu stellen."

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