Feyerabend: " Die Angst kommt plötzlich aus dem Nichts heraus, und so hatte ich das vor Jahren - ich sag mal 10, 15 Jahre - bestimmt auch so, dass ich Herzattacken kriegte, Herzrasen und nie wusste woher das kommt ... "
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Lübeck. Im Sprechzimmer von Oberarzt Andreas Kordon.
Feyerabend: " Ich heiße Hans-Joachin Feyerabend und bin hier als Patient auf der Station 3 in der Uniklinik in Lübeck. Ich hatte immer die Annahme, dass ich organisch erkrankt wäre, dass ich mit dem Herzen etwas hätte. Durch mein ständiges Herzrasen und so. Und eingeliefert wurde ich dann hier mit Depressionen. Jetzt ist es eigentlich eindeutig, dass es alles Angstanfälle sind und Panikanfälle.
Ich war jetzt fast 20 Jahre im Außendienst tätig. Wenn ich dann über die Nord-Ostsee-Kanal-Brücke gefahren bin. Das konnte ich gar nicht. Ich konnte es nicht ohne meine Beruhigungstropfen. Dass ich mich wieder runter schraubte, und wenn ich meine fünf Tropfen genommen habe, habe ich zehn Minuten gewartet. Und schon konnte ich wieder über diese Brücke fahren, weil ich dann wieder ruhiger war. "
Kordon: " Sie konfrontieren sich gezielt mit der Angst. Wie stark steigt in solchen Situationen die Angst an? "
Feyerabend: " Das ist beim Autofahren und Überholen auf der Autobahn immer noch so zwischen 80 und 90 und teilweise sogar 100 Prozent. Während jetzt ... "
Kordon: " Zunächst war es wichtig bei Herrn Feyerabend ein Ausschleichen der Beruhigungsmittel vorzunehmen. Da hat sich mittlerweile schon ein Abhängigkeitssyndrom entwickelt ... "
Feyerabend: " Ich hab es also immer versucht, zu überspielen, meine Probleme. Das heißt also Schauspielerei betrieben, ne."
Kordon: " Sie können das aushalten, die Situation, auch wenn es was Unangenehmes ist ... "
Feyerabend: " Ja, genau ... "
" Ich habe immer Angst gehabt vor diesen Gesprächen, mit Leuten, mit denen ich mich vor Jahren gut verstanden habe, und wir immer blendend miteinander ausgekommen sind. Das blieb alles auf der Strecke. Und das hat mir dann schon selbst Sorgen gemacht, dass ich nur noch den Job gesehen habe, und auch nur noch in dem Job aufgegangen bin. Und für andere Dinge überhaupt keine Zeit mehr hatte. "
" Ja ich nehme noch Medikamente, aber Medikamente, die nicht abhängig machen. Da hat man mich in der Klinik auch komplett neu eingestellt auf diese Medikamente, und das funktioniert gut. "
Kordon: " Was steht noch aus? Gibt es noch etwas, was ganz schwierig ... "
Feyerabend: " Ich weiß jetzt, was ich habe. Ich kann meine Angst besiegen. Indem ich sie aushalte, die Situation. Das ist nicht immer einfach. Aber es ist einfach so: ich weiß es, dass ich körperlich O.K: bin, und wenn ich die Angst aushalte, sinkt auch meine Anspannung wieder. "
Kordon: " Ja, super. Das hört sich ganz toll an. Ich bin sehr zufrieden. "
Feyerabend: " Ja. "
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Lübeck. Im Sprechzimmer von Oberarzt Andreas Kordon.
Feyerabend: " Ich heiße Hans-Joachin Feyerabend und bin hier als Patient auf der Station 3 in der Uniklinik in Lübeck. Ich hatte immer die Annahme, dass ich organisch erkrankt wäre, dass ich mit dem Herzen etwas hätte. Durch mein ständiges Herzrasen und so. Und eingeliefert wurde ich dann hier mit Depressionen. Jetzt ist es eigentlich eindeutig, dass es alles Angstanfälle sind und Panikanfälle.
Ich war jetzt fast 20 Jahre im Außendienst tätig. Wenn ich dann über die Nord-Ostsee-Kanal-Brücke gefahren bin. Das konnte ich gar nicht. Ich konnte es nicht ohne meine Beruhigungstropfen. Dass ich mich wieder runter schraubte, und wenn ich meine fünf Tropfen genommen habe, habe ich zehn Minuten gewartet. Und schon konnte ich wieder über diese Brücke fahren, weil ich dann wieder ruhiger war. "
Kordon: " Sie konfrontieren sich gezielt mit der Angst. Wie stark steigt in solchen Situationen die Angst an? "
Feyerabend: " Das ist beim Autofahren und Überholen auf der Autobahn immer noch so zwischen 80 und 90 und teilweise sogar 100 Prozent. Während jetzt ... "
Kordon: " Zunächst war es wichtig bei Herrn Feyerabend ein Ausschleichen der Beruhigungsmittel vorzunehmen. Da hat sich mittlerweile schon ein Abhängigkeitssyndrom entwickelt ... "
Feyerabend: " Ich hab es also immer versucht, zu überspielen, meine Probleme. Das heißt also Schauspielerei betrieben, ne."
Kordon: " Sie können das aushalten, die Situation, auch wenn es was Unangenehmes ist ... "
Feyerabend: " Ja, genau ... "
" Ich habe immer Angst gehabt vor diesen Gesprächen, mit Leuten, mit denen ich mich vor Jahren gut verstanden habe, und wir immer blendend miteinander ausgekommen sind. Das blieb alles auf der Strecke. Und das hat mir dann schon selbst Sorgen gemacht, dass ich nur noch den Job gesehen habe, und auch nur noch in dem Job aufgegangen bin. Und für andere Dinge überhaupt keine Zeit mehr hatte. "
" Ja ich nehme noch Medikamente, aber Medikamente, die nicht abhängig machen. Da hat man mich in der Klinik auch komplett neu eingestellt auf diese Medikamente, und das funktioniert gut. "
Kordon: " Was steht noch aus? Gibt es noch etwas, was ganz schwierig ... "
Feyerabend: " Ich weiß jetzt, was ich habe. Ich kann meine Angst besiegen. Indem ich sie aushalte, die Situation. Das ist nicht immer einfach. Aber es ist einfach so: ich weiß es, dass ich körperlich O.K: bin, und wenn ich die Angst aushalte, sinkt auch meine Anspannung wieder. "
Kordon: " Ja, super. Das hört sich ganz toll an. Ich bin sehr zufrieden. "
Feyerabend: " Ja. "