CSU
"Die Brandmauer steht": EVP-Fraktionschef Weber beteuert Distanz zur AfD nach Absprachen-Affäre im EU-Parlament

Der Vorsitzende der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, der CSU-Politiker Weber, hat die Abgrenzung zur AfD bekräftigt.

    Manfred Weber (CSU), der Vorsitzende der EVP-Fraktion, spricht im Europäischen Parlament am Rednerpult, an der Rückwand steht "European Parliament".
    EVP-Chef Weber steht nach Berichten über Chats und Treffen unter Druck. (Archivbild) (picture alliance / dpa / Philipp von Ditfurth)
    Die Brandmauer stehe, sagte Weber am Abend in Passau. Die AfD sei fundamental gegen die Prinzipien, für die die CSU mit ihrer gesamten Parteigeschichte gekämpft habe. Er selbst trete wie wenige andere für das geeinte Europa ein. Dennoch werde man dafür sorgen, dass die Inhalte, die notwendig seien, umgesetzt würden. Weber trat im Rahmen des Kommunalwahlkampfes auf. Demonstranten eines Bündnisses für Demokratie und Vielfalt protestierten mit Plakaten.
    Die EVP, zu der auch die Europaabgeordneten von CDU und CSU gehören, hatte sich Medienrecherchen zufolge mit radikal rechten Parteien über einen Gesetzentwurf zur Migrationspolitik verständigt. Zudem soll es Absprachen in Chatgruppen geben. Kanzler und CDU-Chef Merz äußerte ebenso wie CSU-Chef Söder Kritik. Zuletzt drängte die Unionsfraktion auf Konsequenzen. Ihr Parlamentarischer Geschäftsführer, Bilger, sagte in Berlin, die EVP müsse den Vorgang aufarbeiten und ihre Schlüsse ziehen.
    Diese Nachricht wurde am 18.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.