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Die Brass-Band-Szene startet durch
Aufzug der Blechakrobaten

Einmal im Jahr trifft sich die europäische Brass-Band-Szene zum musikalischen Kräftemessen. Das nächste Mal werden im kommenden Frühjahr die Besten der Besten ihre großen Windmaschinen bei den European Brass-Band Championships im belgischen Ostende anwerfen.

Von Georg Waßmuth | 03.01.2017
    Die bayerische Band LaBrassBanda, hier im Mai 2009 im Münchner im Prinzregententheater bei der Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises
    Bekannte deutsche Blechbläserformation: LaBrassBanda (picture-alliance/ dpa)
    Aus einer streng limitierten Auswahl von Blechblasinstrumenten werden die Brass-Bands formiert, hinzu kommt stets eine ganze Batterie von Schlagwerk. Diese "mächtigen Häuflein" sind in der Spitze enorm leistungsorientiert und füllen spielend jede Konzerthalle. Sie faszinieren ein heterogenes Publikum, das so manches Kulturorchester mittlerweile schmerzlich vermisst.
    Bands als Lungendurchlüfter
    Die ersten Brass-Bands wurden zu Beginn des 19. Jahrhunderts in englischen Kohle- und Industrierevieren gegründet, um die Lungen der Schwerstarbeiter zu durchlüften und mit Musik die Gemeinschaft zu stärken. Auch die Heilsarmee wahrt diese Tradition und wärmt mit sattem Blech die Herzen. In Deutschland hat sich mittlerweile eine junge Szene etabliert, die mit Können und Begeisterung ihrem Brass-Band-Breitwand-Sound frönt.