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Die Erde in Sonnennähe

Wie alle Planeten läuft die Erde auf einer elliptischen Bahn um die Sonne. Die Bahn ist also kein perfekter Kreis, kommt einem Kreis aber ziemlich nahe. Genau in diesen Stunden läuft die Erde durch den sonnennächsten Punkt ihrer Bahn. Jetzt gerade ist die Erde 147 Millionen und 96 Tausend Kilometer von der Sonne entfernt.

Von Dirk Lorenzen |
    In einem halben Jahr, wenn die Erde den sonnenfernsten Bahnpunkt erreicht, wird der Abstand um knapp fünf Millionen Kilometer größer sein. Die Entfernung Erde-Sonne schwankt also um den Mittelwert nur um plus minus zwei Prozent.

    Auf die Temperatur auf der Erde und die Jahreszeiten hat der sich ändernde Abstand Erde-Sonne keinen Einfluss. Wir auf der Nordhalbkugel haben jetzt Winter, obwohl die Erde der Sonne gerade so nah ist.

    Die Jahreszeiten entstehen dadurch, dass die Erdachse nicht senkrecht auf der Erdbahn steht. Die Erde läuft wie ein geneigter Kreisel um die Sonne. Im Moment zeigt die Nordhalbkugel von der Sonne weg. Daher haben wir Winter. In einem halben Jahr zeigt die Nordhalbkugel zur Sonne – dann haben wir Sommer.

    Da die Erde im Moment der Sonne so nah ist und vergleichsweise stark angezogen wird, muss sie etwas schneller auf ihrer Bahn laufen. Andernfalls würde sie Richtung Sonne stürzen. Im Moment rast die Erde mit 30,3 Kilometern pro Sekunde um die Sonne. Im Juli, in Sonnenferne, beträgt das Tempo der Erde "nur" 29,3 Kilometer pro Sekunde.

    Das hat zur Folge, dass das Winterhalbjahr auf der Nordhalbkugel etwa sieben Tage kürzer ist als das Sommerhalbjahr!

    Weiterführende Links:

    NASA/ESA-Sonnensatellit SOHO

    ESA-Programm zur Erdbeobachtung