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StartseiteHintergrundDie griechische Tragödie06.05.2010

Die griechische Tragödie

Finanzkrise, Reformdruck und die Polarisierung der Gesellschaft

Griechenland erlebt eine Odyssee ohnegleichen, ein Drama mit ungewissem Ausgang im Schlussakt. Jeder Bürger, Banker und Politiker spielt dabei eine tragende Rolle - doch die Regie liegt in den Händen anderer.

Von Werner van Gent

Blick in das Herod Atticus Theater in Athen (AP Archiv)
Blick in das Herod Atticus Theater in Athen (AP Archiv)
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Eine der vielen Kundgebungen der letzten Tage am zentralen Syntagmaplatz im Herzen Athens. Angehörige der kommunistischen Gewerkschaft "Pame" demonstrieren, wieder einmal, gegen die Maßnahmen, welche die griechische Wirtschaft sanieren sollen. Unter einem der Lautsprecher, aus denen Musik vom nationalen Komponisten Mikis Theodorakis klingt, stehen drei Frauen. Jede von ihnen schwingt eine schwarze Fahne. Sie ahnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass, nur wenige Hundert Meter vom Syntagmaplatz entfernt, sehr bald dramatische Szenen die Protestkundgebungen in ein völlig neues Licht rücken werden; die Randalierer, welche gestern Brandsätze in die Büros der Marfinbank warfen und damit ebenfalls zwei Frauen, eine von ihnen schwanger, und einen Mann in den Feuertod jagten, haben die Protestbewegung diskreditiert, auch wenn die Gewerkschaften immer wieder betonen, mit den "Autonomen", den Tätern aus dem Anarchistenviertel "Exarchja" nichts, aber dann auch wirklich gar nichts zu tun zu haben ...

Die dramatischen Bilder, die das griechische Fernsehen zeigte, aber auch die Zeugenaussagen der Feuerwehr sprechen eine andere Sprache, sie bestätigen zumindest den Verdacht, dass die "Autonomen" die Bank absichtlich in Brand gesetzt und noch Benzin nachgeschüttet hatten, während die Demonstranten der Protestkundgebung nichts oder zu wenig taten, um die von den Flammen überraschten Angestellten zu retten. Die grenzenlose Wut der Autonomen, die schon vor anderthalb Jahren Athen fast zehn Tage lang in Atem gehalten hatte, vermischte sich hier mit der ebenso grenzenlosen Wut der Gewerkschaftler. Noch sehen die drei Frauen am Syntagmaplatz an diesem Tag aber nur einen einzigen Grund zum Trauern:

"Unser Ministerpräsident hat uns gesagt, dass wir einen Teil unserer Souveränität verloren hätten, dass wir Untertanen des IWF geworden seien. Deshalb trauern wir mit schwarzen Fahnen, weil wir keinen Staat mehr haben und auch keine Fahne, weil wir Untertanen geworden sind."

Die Frauen sind wütend, doch ihre Wut richtet sich nicht in erster Linie gegen den IWF, sondern gegen das unfähige griechische Politsystem.

"Das Problem ist, dass alle Regierungen seit 1974 bis heute mit ihrem Klientelsystem die große Not der Leute, eine Arbeit zu bekommen, ausgenutzt und so den Staat aufgebläht haben."

1974 war die siebenjährige Obristendiktatur zusammengebrochen. Man nennt die demokratische Periode, die damals anfing, die "Meta-Politefsi", tatsächlich war diese Periode von einem ungeahnten Demokratisierungsschub gekennzeichnet, gleichzeitig entwickelte sich nach dem Beitritt zur Europäischen Union eine Art von griechischem Wirtschaftswunder. Milliarden aus den verschiedenen Strukturfonds der Union fanden ihren Weg nach Griechenland. Doch da war man auf die plötzliche Geldflut nicht vorbereitet und so wuchsen auch Verhaltensweisen und Strukturen heran, die heute für die wirtschaftliche und politische Pleite des Landes mit verantwortlich sind. Zum Beispiel die Mentalität der Politiker, den Staat als Milchkuh zu verwenden, ein Verbrechen, meint eine der drei Frauen:

"Die Politiker haben zum Beispiel die Einlagen der Rentenkassen dazu verwendet, ihren Parteifreunden, Reedern und Unternehmers billige Kredite zu geben, Kredite, die dann aber nie zurückbezahlt wurden!"

Dass die ohnehin niedrigen Renten jetzt auch noch um acht bis 15 Prozent gekürzt werden sollen, obwohl sie ein ganzes Leben Beiträge bezahlt hätten, das erfüllt sie mit Abscheu. Die vor allem im Ausland verbreitete Meinung, wonach Griechen und Griechinnen bereits mit 55 das Rentenalter erreicht hätten, ist übrigens ein Märchen. Das durchschnittliche Rentenalter liegt bei knapp 62 Jahren, im öffentlichen Dienst bei 58, entstanden ist das Märchen wahrscheinlich dadurch, dass in Griechenland bis heute die Regel galt, dass die Staatsangestellten nach 35 Dienstjahren in die Pension gehen durften. Dennoch, das heute geltende Rentenalter ist rein rechnerisch zu niedrig, um die Kassen einigermaßen rentabel zu machen. Doch das relativ niedrige Rentenalter ist nicht das zentrale Problem. Das größte Problem liegt bei der maroden Sozialversicherung wohl darin, dass die Verwaltung aufgebläht ist und die Einlagen schlecht angelegt werden.

Babis Papadimitriou ist derzeit einer der von den Medien am meisten gefragten Analytiker Griechenlands. Der Grund: Der gelernte Volkswirt kennt sich hervorragend aus in der Wirtschaft und, das Wichtigste, es gelingt ihm, die Zusammenhänge auch glasklar darzustellen ...

"Leider besteht die Mehrheit der griechischen Bevölkerung aus Menschen, die vom Staat abhängig sind. Entweder, weil sie Beamte sind oder Bauern, oder sonst wie mit dem Staat verbunden. Weil die griechische Gesellschaft sich immer noch in einem Entwicklungsstadium befindet, das die übrigen Länder Europas schon vor zehn, 15 Jahren hinter sich gelassen haben, glauben diese Menschen immer noch, dass die Politiker Lösungen für die großen Probleme finden können."

Dass der griechische Staat mehr öffentliche Angestellte hat als zum Beispiel Frankreich, wissen auch die Gewerkschaften, die gegen das Sparprogramm Sturm laufen. Fodoris Koutras, einer der Organisatoren der Kundgebung am Syntagmaplatz, gibt sich aber unnachgiebig:

"Wir hoffen, dass wir in der nächsten Zeit noch viel besser dastehen werden, und mit viel besser meine ich, dass es noch mehr Streikende geben wird, dass mehr Arbeiter sich an unserem Kampf beteiligen werden."

Allzu häufig war dieser Kampf in der Vergangenheit allerdings eine Verlängerung der parteipolitischen Auseinandersetzungen. Jede Partei versuchte, einen möglichst großen Teil der Gewerkschaftsbewegung zu kontrollieren. Die jetzt regierende Pasok kontrolliert so offensichtlich immer noch der griechische Gewerkschaftsverband GSEE, während die PAME, zu der die drei Frauen am Syntagmaplatz gehören, von der kommunistischen Partei Griechenlands, der KKE gelenkt werden. Hinzu kommt, dass die Gewerkschaftsfunktionäre oftmals angestellt sind, deshalb schon aus professioneller Sicht verpflichtet sind, Sturm gegen ein auch noch so notwendiges Sparprogramm zu laufen. Auch die blutigen Ereignisse von gestern werden die Gewerkschaften deshalb nicht davon abhalten, weiter zu streiken und zu demonstrieren.

"Ich weiß nicht, ob es überhaupt noch andere Methoden gibt, sich zu wehren. Der Streik ist das letzte Mittel geblieben."

Für Fodoris Koutras ist das von der EU und dem IWF getragene Hilfspaket ein Frontalangriff auf die Arbeiterklasse.

"Die Regierung und die EU und der Internationale Währungsfonds versuchen diese Maßnahmen durchzuboxen, mit dem Hauptziel, die Voraussetzungen für eine neue Ära hoher Profite zu schaffen."

Und das ist aus Sicht des kommunistischen Gewerkschaftlers ein teures Unterfangen:

"Damit Merkel und die anderen unser Land unterstützen, müssen wir Rüstungskäufe für 17 Milliarden Euro unterzeichnen, und die Hilfe? Wie hoch wird die Hilfe sein?"

Die Hilfe wird, so wie es jetzt aussieht, um einiges höher ausfallen: Elf Milliarden Euro, möglicherweise aber auch 150 Milliarden Euro, werden IWF und Europäer an Hilfskrediten aufbringen müssen, und keiner weiß, ob das dann im Endeffekt ausreichen wird.

Während die Kommunisten, die bei den letzten Wahlen rund acht Prozent gewinnen konnten, noch auf Konfrontationskurs gehen, herrscht in der breiten Bevölkerung Ratlosigkeit. Wie konnte es geschehen, dass das Land in eine so tiefe Krise gestürzt wurde, hatte man denn in Europa nichts gemerkt, wurden die Politiker dort von den griechischen Politikern hinter das Licht geführt? Jorgos Provopoulos ist der Gouverneur der Zentralbank. In der Politsendung "Nea Fakeli" hat er auf diese Frage eine Antwort gegeben:

"Auch wenn die Aufgabe des Gouverneurs der Europäischen Zentralbank, Trichet, nicht sein kann, auf die Straße zu gehen, um auszurufen, dass etwas schief läuft, er war genauestens informiert über das sich abzeichnende Desaster, und ich kann Ihnen versichern, dass er direkt und indirekt bei den verantwortlichen Politikern mit Ratschlägen interveniert hat. Ebenfalls kann ich Ihnen versichern, dass die EU-Kommission die 'diversen Empfänger' auf die eskalierende Gefahr im griechischen Finanzsektor aufmerksam gemacht hat."

"Diverse Empfänger", damit sind, ohne Zweifel, in erster Linie die griechischen Politiker gemeint, die alle drei Monate mit den jüngsten Zahlen der Zentralbank versorgt werden. Nun sind Zahlen in Griechenland so eine Sache, und in Finanzkreisen heißt es, der Begriff "griechische Statistik" sei derzeit der kürzeste Witz in Europa ... Dennoch: Selbst die "getürkten" Zahlen aus dem Land der Griechen waren bereits so verheerend, dass in Frankfurt und in den Hauptstädten der Währungsunion eigentlich alle Alarmglocken hätten läuten müssen: Bereits im August 2008 zeichnete sich ab, dass das Defizit gegenüber den gerade noch erlaubten drei Prozent vom Bruttoinlandsprodukt über sechs Prozent betrug. Bei der damals festgestellten Tendenz musste man zwangsläufig auf 12,5 Prozent für das Jahr 2009 schließen, und die Tendenz war seither nicht nur nicht gesenkt, sondern weiter angestiegen.


In der Fernsehdebatte fragt einer der Journalisten Zentralbankgouverneur Provopoulos, ob denn nicht auch derjenige, der das Geld ohne Wenn und Aber bereitstellt, eine Teilschuld trägt. Provopoulos antwortet:

"Diejenigen, die uns das Geld geliehen haben, taten das in guten Zeiten, als billiges Geld im Umlauf war. Sie taten das zu niedrigen Zinsen, weil sie der Meinung waren, dass Staatsanleihen sicher wären. Die Krise hat nun aber die strukturellen Probleme der griechischen Wirtschaft an den Tag gefördert, und jetzt sind die Geldgeber extrem vorsichtig geworden."

Die strukturellen Probleme der griechischen Wirtschaft, wie zum Beispiel die niedrige Steuerquote, die Steuerhinterziehung und die grotesken Defizite, in Verbindung mit dem unkontrolliert fließenden, billigen Geld und völlig verantwortungslose Politiker, in etwa so könnte man die griechische Krankheit skizzieren. Das Paradebeispiel betrifft die Staatsbahn OSE. Jeden Tag erwirtschaftet die Gesellschaft, die im Grunde nur zwei Bahnlinien betreibt, mehr als zwei Millionen Euro an Defiziten. Die Gesamtschuld der griechischen Eisenbahn beträgt inzwischen etwas mehr als zehn Milliarden Euro, nur eine Schließung kommt noch infrage, aber das möchte kein Politiker laut sagen. Fodoris Karelas, Präsident der Athener Handelskammer, über die Strukturprobleme der griechischen Wirtschaft:

"Ein Volk, das bis vor nicht allzu langer Zeit mit sehr hohen Zinsen leben musste, wurde plötzlich mit sehr billigem Geld konfrontiert, und so wurden Bedürfnisse geweckt, die wir eigentlich gar nicht hatten."

Da spricht Karelas nicht nur den enorm angewachsenen privaten Konsum an. Die am Rande der Legalität reich gewordene Griechen zeigen ihren Reichtum ja ungeniert, wobei sie eine besondere Vorliebe für teure Autos aus Deutschland an den Tag legen, vielleicht mit ein Grund dafür, dass auch die deutsche Politik lange Zeit nicht allzu genau nachfragen wollte, was denn mit den Milliarden aus den Strukturfonds geschah ...

Eines der von Fodoris Karelas erwähnten Bedürfnisse war nach seiner Ansicht die Durchführung der Olympischen Spiele im Jahre 2004. Eine nationale Angelegenheit, so nannte es die damalige sozialistische Regierung von Kostas Simitis, zugleich aber auch ein Milliardengrab, das abgesehen von einigen Infrastrukturprojekten wie dem neuen Athener Flughafen oder der schön ausgebauten Metro dem Land vor allem eines gebracht hat: enorme Schulden.

Heute ist Griechenland wieder weiter von Europa entfernt als früher, das Land wird sogar hie und da als eine der akutesten Bedrohungen der Union bezeichnet. Ein Austritt aus der Währungsunion oder gar aus der Union selber ist aber keine realistische Option, weil dies die Union selber in eine ernste Krise bringen würde, von der sie sich aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr erholen würde. Es geht also darum, das geschwundene Vertrauen in die griechische Wirtschaft mit allen Mitteln wieder herzustellen, damit das Vertrauen in Europa als Ganzes nicht vollends verloren geht. Also müssen die Verbündeten Griechenlands und Griechenland gute Miene zum bösen Spiel machen und durchhalten.

Für Babis Papadimitriou, den Wirtschaftsanalytiker, ist der Erfolg des Sanierungsprogrammes keineswegs garantiert, aber er ist zuversichtlich, dass es irgendwie, irgendwann doch noch gelingt, das Schiff wieder flottzukriegen. Dabei will er die Probleme nicht verniedlichen.

"Wir haben eine Gesellschaft, die langsam auf die neuen Signale reagiert, die Wirklichkeit noch nicht wirklich sehen will und auf der anderen Seite ein politisches System, das sich davor drückt, die richtigen Signale zu geben, da fühle ich mich manchmal ziemlich fehl am Platz ..."

Noch lacht Babis Papadimitriou im Gespräch, das in einem Restaurant stattfindet, wo die Krise offenbar noch nicht angekommen ist. Gestern, als der tödliche Brandanschlag auf die Marfin-Bank im Zentrum Athens bekannt geworden war, da hatte Babis Papadimitriou, wie die gesamte griechische Öffentlichkeit, keinen Grund mehr zu lachen. Die Tatsache, dass die demonstrierenden Gewerkschaftler den in Panik um Hilfe rufenden Menschen nicht zur Hilfe kamen, weil sie diese als Streikbrecher betrachteten, diese Mentalität hat viele schockiert. Papadimitriou in den Hauptnachrichten von Sky-TV:

"Ich wünschte mir heute, dass ich in einem anderen Land leben würde, in einem Land, in dem die Menschen Blumen und Kerzen zum Tatort bringen würden, wo drei Angestellte getötet, um nicht zu sagen, ermordet wurden. Ich wünschte mir in einem Land zu leben, in dem Regierung und Opposition, die Kommunisten inbegriffen, sich zusammenschließen würden, um sich mit der Lage auseinanderzusetzen. Erst wenn es uns gelingt, Selbstbeherrschung zu üben, erst dann, wenn es uns gelingt, uns vor der Selbstzerstörung zu bewahren, erst dann können wir uns mit allen anderen Fragen beschäftigen."

Selbstbeherrschung, ein zentraler Begriff im antiken Athen, besitzt aber in der heutigen Politik Griechenlands Seltenheitswert. Es scheint fast so, als wenn die Gesellschaft sich dagegen wehrt, in der Gegenwart anzukommen, einer Gegenwart, in der zugegebenermaßen ein sehr kalter Wind weht. Zu angenehm waren die 36 Jahre der Meta-Politefsi, der Periode nach der Diktatur, in der Demokratie, wirtschaftlicher Aufschwung und gutes Leben garantiert schienen.

Und doch ist Babis Papadimitriou zuversichtlich, die Griechen und Griechinnen seien viel widerstandsfähiger als man meine, das Hilfspaket, die scharfen Sparmaßnahmen seien deshalb durchaus realistisch:

"Ein beachtlicher Teil der Bevölkerung sind Klein-Unternehmer, haben kleine Geschäfte, sie betrachten die Welt als Unternehmer. In der Regel sind sie nicht verschuldet, haben ihr Geld in Immobilien angelegt. Das erklärt auch, wieso die Immobilienpreise in Griechenland trotz der Krise nicht fallen, obwohl zweihunderttausend Wohnungen leer stehen! Ein Großunternehmer oder Supermarktbesitzer reagiert sofort mit Preisabschlägen, wenn er auf seinen Waren sitzen bleibt, der Kleinunternehmer tut das nicht, weil er nicht von den Banken abhängt."

Es ist diese im Vergleich zu West-Europa große Flexibilität der griechischen Gesellschaft, auf die die Regierung Papandreou setzt. Immerhin ist das Lohnniveau in Griechenland in den letzten sechs Jahren um 45 Prozent angestiegen, in derselben Periode in der EU aber im Durchschnitt nur um 25 Prozent.

Das heißt, dass es noch Potenzial für Sparmaßnahmen gibt. Auch wenn das bedeutet, dass die Griechen den Gürtel enger schnallen müssen, wird das Sparprogramm das Land nach Ansicht von Babis Papadimitriou nicht in das tiefste Elend stürzen. Der Grund dafür sucht Papadimitriou in einer Besonderheit der griechischen Gesellschaft:

"Auch viele der angestellten Griechen haben die Möglichkeit, flexibel auf die Maßnahmen zu reagieren, sie besitzen in der Regel eigene Wohnungen, haben Ersparnisse, sehr oft handelt es sich dabei zwar um schwarz verdientes Geld, damit können sie aber höhere Steuern ertragen und die Krise überstehen."

Ministerpräsident Papandreou hat bei der Bekanntgabe des Hilferufes an die verbündeten Europäer erklärt, Griechenland stünde eine neue Odyssee bevor, mit großen Schwierigkeiten und viel Unbill. Auch Fodoris Karelas, der Präsident der Athener Handelskammer findet Inspiration in der antiken Mythologie:

"Die Geschichte hat uns gezeigt, und hoffentlich behalte ich Recht, dass Griechenland immer wieder in der Lage war, aus der Asche aufzuerstehen."

Der Phönix, der aus der Asche emporsteigt, ist tatsächlich eine wichtige Figur der griechischen Mythologie. Vielleicht verhilft er den modernen Griechen nun zu einer sanften Landung in der harschen Wirklichkeit.

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