Stevie führt Neugierige durchs Wembley-Stadion und natürlich kennt er den Spruch von Pele:
"Er hat tatsächlich nie in Wembley gespielt, er kam hierhin während der WM 1966, schaute auf das Spielfeld und sagte: This is like the church – the church of football."
Und wie das so ist mit Kirchen – man kann sie besichtigen. Gleich rechts vom Eingang auf dem Weg zur Bar hängt jenes ovale Corpus delicti von der Decke, das 1966 für Deutschlands schmerzliche Niederlage sorgte und zugleich für Englands bislang größten internationalen Erfolg und einzigen WM-Titel:
"Das ist die Latte von 66 – wir wissen alle was geschehen ist – der Ball sprang von da auf den Boden – Whas it in or out? I was a baby, I didn’t really see it…"
Er sei noch ein Baby gewesen, sagt der 48jährige Glatzkopf, der es sich nicht gleich mit dem deutschen Gast verderben mag.
"Es gibt eine Menge Geschichte hier in Wembley gerade für Deutschland. 1966 das Weltmeisterschaftsfinale, dann habt Ihr die Europameisterschaft 96 hier gewonnen mit dem Golden Goal, vorher England im Elfmeterschießen geschlagen, dieses Jahr haben wie das Champions-League-Endspiel mit zwei deutschen Mannschaften…"
Stevie zeigt uns das Tafelsilber des englischen Fußballs, Pokale und Trophäen, das Original-Regelwerk aus dem Jahr 1863 und die kleine Ausstellung, die jedem der Champions-League-Sieger eine eigene Glasvitrine widmet. Einmal ist die Borussia vertreten – viermal die Bayern. Und dann führt er uns ins Herz des imposanten Stadions, das das von 2003 bis 2007 anstelle des alten errichtet wurde und mit fast 1 Milliarde Euro dreimal teuer wurde als geplant.
"Es ist das zweitgrößte Stadion in Europa nach Barcelona. Aber es ist das weltweit größte, in dem jeder Sitz überdacht ist."
Der Blick auf das grüne Spielfeld und die 90.000 roten Sitzplätze in drei hoch steigenden Rängen ist überwältigend. Vor allem von der Royal Box aus.
"Die königliche Loge in Wembley hat Platz für 400 Leute. Im alten Stadion waren es nur 200. Du kannst nicht einfach ein Ticket kaufen, du musst eingeladen werden."
Sepp Blatter, Michel Platini, Angela Merkel werden dort am 25. Mai Platz nehmen. 107 Stufen unterhalb befindet sich der mit drei Prozent Kunstfasern verwobene Rasen, der Spielertunnel und die eleganten Umkleiden.
"Die zwei Umkleideräume sind exakt gleich. England nutzt immer den westlichen Raum, rechts von den Ehrenplätzen, den kriegt Bayern München und Dortmund den östlichen. Genauso ist es mit den Fans – auf der Westseite des Stadions sind die Bayern und Dortmund auf dem Ostende."
Wenn er wettete, würde er auf Dortmund setzen, die hätten schließlich die Todesgruppe bewältigt, sagt Stevie, der dem früheren Bayern Trainer "Tschik" Cajkovski ähnelt: klein und verschmitzt. Aber der Bessere solle gewinnen und dann preist er wieder die Kathedrale des Fußballs:
"Wenn ich Dir jetzt eins verrate, wirst Du sagen: das ist ja erstaunlich Stevie. Wir haben hier nämlich mehr Toiletten als in jedem anderen Fußballstadion der Welt. 2618 - Deutschland hat drei WM-Titel, England hat mehr Toiletten…"
"Er hat tatsächlich nie in Wembley gespielt, er kam hierhin während der WM 1966, schaute auf das Spielfeld und sagte: This is like the church – the church of football."
Und wie das so ist mit Kirchen – man kann sie besichtigen. Gleich rechts vom Eingang auf dem Weg zur Bar hängt jenes ovale Corpus delicti von der Decke, das 1966 für Deutschlands schmerzliche Niederlage sorgte und zugleich für Englands bislang größten internationalen Erfolg und einzigen WM-Titel:
"Das ist die Latte von 66 – wir wissen alle was geschehen ist – der Ball sprang von da auf den Boden – Whas it in or out? I was a baby, I didn’t really see it…"
Er sei noch ein Baby gewesen, sagt der 48jährige Glatzkopf, der es sich nicht gleich mit dem deutschen Gast verderben mag.
"Es gibt eine Menge Geschichte hier in Wembley gerade für Deutschland. 1966 das Weltmeisterschaftsfinale, dann habt Ihr die Europameisterschaft 96 hier gewonnen mit dem Golden Goal, vorher England im Elfmeterschießen geschlagen, dieses Jahr haben wie das Champions-League-Endspiel mit zwei deutschen Mannschaften…"
Stevie zeigt uns das Tafelsilber des englischen Fußballs, Pokale und Trophäen, das Original-Regelwerk aus dem Jahr 1863 und die kleine Ausstellung, die jedem der Champions-League-Sieger eine eigene Glasvitrine widmet. Einmal ist die Borussia vertreten – viermal die Bayern. Und dann führt er uns ins Herz des imposanten Stadions, das das von 2003 bis 2007 anstelle des alten errichtet wurde und mit fast 1 Milliarde Euro dreimal teuer wurde als geplant.
"Es ist das zweitgrößte Stadion in Europa nach Barcelona. Aber es ist das weltweit größte, in dem jeder Sitz überdacht ist."
Der Blick auf das grüne Spielfeld und die 90.000 roten Sitzplätze in drei hoch steigenden Rängen ist überwältigend. Vor allem von der Royal Box aus.
"Die königliche Loge in Wembley hat Platz für 400 Leute. Im alten Stadion waren es nur 200. Du kannst nicht einfach ein Ticket kaufen, du musst eingeladen werden."
Sepp Blatter, Michel Platini, Angela Merkel werden dort am 25. Mai Platz nehmen. 107 Stufen unterhalb befindet sich der mit drei Prozent Kunstfasern verwobene Rasen, der Spielertunnel und die eleganten Umkleiden.
"Die zwei Umkleideräume sind exakt gleich. England nutzt immer den westlichen Raum, rechts von den Ehrenplätzen, den kriegt Bayern München und Dortmund den östlichen. Genauso ist es mit den Fans – auf der Westseite des Stadions sind die Bayern und Dortmund auf dem Ostende."
Wenn er wettete, würde er auf Dortmund setzen, die hätten schließlich die Todesgruppe bewältigt, sagt Stevie, der dem früheren Bayern Trainer "Tschik" Cajkovski ähnelt: klein und verschmitzt. Aber der Bessere solle gewinnen und dann preist er wieder die Kathedrale des Fußballs:
"Wenn ich Dir jetzt eins verrate, wirst Du sagen: das ist ja erstaunlich Stevie. Wir haben hier nämlich mehr Toiletten als in jedem anderen Fußballstadion der Welt. 2618 - Deutschland hat drei WM-Titel, England hat mehr Toiletten…"