Marko Kowar ist bewusst zu den sorbischen Wurzeln zurückgekehrt: Er studierte Sorabistik und Ethnologie und arbeitet für die DOMOWINA, die Dachorganisation der sorbischen Minderheit in Sachsen und Brandenburg. Markos Vater Achim hatte sich noch für die deutsche Version des Familiennamens entschieden: Schmidt. Er war Direktor der sorbischen Erweiterten Oberschule in Bautzen, SED-Mitglied und der DDR dankbar, die den Sorben das erste Mal in ihrer Geschichte Minderheitenrechte gewährte. Dafür trat er aus der Kirche aus.
Auch Markos sechs Tanten verließen den sorbischen Geburtsort Sdier Richtung Stadt. Magdalena und Ludmila nach Bautzen. Hanna, Ursula, Majka und Angelika gingen in den Westen. Nur Maika kehrte zurück.
Einzig Onkel Gottfried blieb Bauer und rührte sich nicht vom Fleck. Die Kowars - auf den ersten Blick eine durchschnittliche ostdeutsche Familie. Doch wo sie auch wohnen - in der Lausitz, in Bayern, im Rheinland oder in Skandinavien: sie sprechen noch immer ihre slawische Sprache und haben ihre heimatlichen Bindungen nie abreißen lassen. Regelmäßig kommen sie am Grab der Ahnen zusammen, pflegen ihre Traditionen und die alten Bräuche. Die Sehnsucht nach der Heimat ist groß, und bescheiden ist die Hoffnung, dass das Sorbische nicht ausstirbt.
Das Manuskript zur Sendung können Sie als PDF-Datei unter "Downloads" herunterladen.
Auch Markos sechs Tanten verließen den sorbischen Geburtsort Sdier Richtung Stadt. Magdalena und Ludmila nach Bautzen. Hanna, Ursula, Majka und Angelika gingen in den Westen. Nur Maika kehrte zurück.
Einzig Onkel Gottfried blieb Bauer und rührte sich nicht vom Fleck. Die Kowars - auf den ersten Blick eine durchschnittliche ostdeutsche Familie. Doch wo sie auch wohnen - in der Lausitz, in Bayern, im Rheinland oder in Skandinavien: sie sprechen noch immer ihre slawische Sprache und haben ihre heimatlichen Bindungen nie abreißen lassen. Regelmäßig kommen sie am Grab der Ahnen zusammen, pflegen ihre Traditionen und die alten Bräuche. Die Sehnsucht nach der Heimat ist groß, und bescheiden ist die Hoffnung, dass das Sorbische nicht ausstirbt.
Das Manuskript zur Sendung können Sie als PDF-Datei unter "Downloads" herunterladen.