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StartseiteGesichter EuropasDie Magie der Magyaren01.05.2010

Die Magie der Magyaren

Die ungarische Tanzhaus-Bewegung zwischen Patriotismus und Retro-Kult

Ob Szene-Kneipe, Jazzclub oder öffentliches Kulturhaus – ein Programm-Angebot darf nirgendwo in Ungarn fehlen: Das "Táncház" - zu deutsch: Das "Tanzhaus". Hier tanzen Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zu den eigentümlichen Rhythmen alter ungarischer Volksmusik, die in der Regel live gespielt wird.

Mit Reportagen von Jan-Uwe Stahr, am Mikrophon: Simonetta Dibbern

Die Táncház-Bewegung  ist sie mehr als Folklore, Freizeitvergnügen oder Fitnessspaß. (Stock.XCHNG)
Die Táncház-Bewegung ist sie mehr als Folklore, Freizeitvergnügen oder Fitnessspaß. (Stock.XCHNG)
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Die Táncház-Bewegung hat ihren Ursprung in den 70er-Jahren - als eine Art Gegenbewegung zur sozialistischen Einheitskultur. Heute ist sie mehr als Folklore, Freizeitvergnügen oder Fitnessspaß: Die Táncház-Bewegung ist zum Kult avanciert – sie hat die alte Musikkultur vor dem Aussterben bewahrt und befriedigt die Sehnsucht vieler Ungarn nach einer Rückbesinnung auf alte Heimatwerte.

Im Táncház artikuliert sich ein moderner ungarischer Patriotismus, der das politisch tief gespaltene Land zumindest musikalisch eint.

Manuskript zur Sendung als pdf oder im Textformat.

1) Der Reiz der alten Rhythmen - Volkstanz in einer Budapester Szenekneipe

2) Ferenc Sebö - Musiker, Architekt und Vater der Tanzhaus-
Bewegung

3) Eine junge Dichterin über die Tanzhausbewegung und ihre Liebe
zur Heimat

4) Tanzen als Mittel der Völkerverständigung - die fremde
Kultur-Welt der ungarischen Roma

5) Tanzen, Schauen, Shoppen - Eine Mega-Messe der
Tanzhaus-Kultur


Literatur:
- Bela Bartok: Das ungarische Volkslied, Ungarische Bibliothek, 1.Reihe, 11.Band, Leipzig-Berlin 1925. Zitiert nach: "Ungarische Geisteswelt, Hrsg. Johann Andritsch, Im Bertelsmann Lesering (L.: 0’49)

- Jozsef Attila: Schreitet die Liebste hinaus auf den Platz. Aus dem Ungarischen übersetzt von Wilhelm Droste. Aus: Drei Raben, Zeitschrift für ungarische Kultur, Dezember 2005 (L.: 0’47)

- Jozsef Attila: Die Geschmacksnerven unserer Sprache. Aus dem Ungarischen übersetzt von Wilhelm Droste. Aus: Drei Raben, Zeitschrift für ungarische Kultur, Dezember 2005 (L.: 0’38)

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