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StartseiteDossierDie Reisläufer24.03.2006

Die Reisläufer

Schweizer Söldner im Dienste des Papstes

Der Vatikan - Territorialstaat mit Ewigkeitsanspruch. Ein merkwürdiges Relikt aus vergangenen Jahrhunderten, in denen die Päpste ihre Ansprüche noch mit dem Schwert auf dem Schlachtfeld verteidigten. Die Schweizergarde ist Teil dieses lebenden Historiengemäldes. Sie ist die älteste Leibgarde der Welt. Und noch heute beziehen die Schweizergardisten mit ihren gelb-rot-blau gestreiften Uniformen und dem roten Federbusch auf schwarzen Helmen bei der Generalaudienz auf dem Petersplatz zur Rechten und Linken des Papst-Baldachins Stellung.

Von Ruth Kinet

Der Kommandant der Schweizergarde erhält eine Auszeichnung (AP)
Der Kommandant der Schweizergarde erhält eine Auszeichnung (AP)

Vor 500 Jahren haben sich die ersten Schweizer dem Schutz des Oberhauptes der katholischen Kirche verschrieben. Die Gründung der Schweizergarde fällt in das Pontifikat von Papst Julius II. Der wollte dem exzessiven Nepotismus und der zügellosen Prasserei seines Vorvorgängers Alexander VI., dem berüchtigten Borgia-Papst, den Garaus machen.

Auch in der Sicherheitspolitik vollzog er einen klaren Bruch: Er forderte bei der Schweizer Eidgenossenschaft 200 Fußsoldaten zum Schutz seines Palastes an, denn vertraute weder den übernommenen Wachen noch dem römischen Adel vertrauen. Am 22. Januar 1506 zogen die ersten 150 Schweizer "Gwardiknecht" in die Ewige Stadt ein. Bis heute arbeiten 110 Gardisten im Machtzentrum der katholischen Kirche.


Das Manuskript zur Sendung finden Sie in der Rubrik "Downloads".


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