Bundesaußenminister
"Die sechs Länder des Westlichen Balkan gehören untrennbar zur europäischen Familie": Wadephul fordert weitere Reformen

Bundesaußenminister Wadephul hat die Westbalkanstaaten angesichts von Einflussversuchen Russlands und Chinas zu weiteren Reformen aufgerufen.

    Außenminister Johann Wadephul spricht in mehrere Presse-Mikrofone.
    Außenminister Wadephul (CDU) (picture alliance / dpa / Marcus Brandt)
    Für einen EU-Beitritt sei es Voraussetzung, sich zu gemeinsamen Werten zu bekennen, sagte Wadephul in Berlin vor Beginn seiner Reise nach Bosnien-Herzegowina, Montenegro, Albanien, Serbien, Kosovo und Nordmazedonien. Rechtsstaatlichkeit, Korruptionsbekämpfung und die Wahrung der Grundrechte seien dabei nicht verhandelbar. Der Politiker ergänzte, erstmals bestehe die realistische Chance, dass der Beitrittsprozess entscheidend vorankomme. Besonders hob er Montenegro und Albanien hervor. Im Kreis der EU-Mitgliedstaaten gibt es allerdings Vorbehalte gegenüber einer neuerlichen EU-Erweiterung. Ein solcher Beschluss erfordert Einstimmigkeit.
    Wadephul ist auf dem Weg in die bosnische Hauptstadt Sarajevo. Morgen will er Montenegro sowie Albanien besuchen und am Abend nach Serbien weiterfliegen.
    Diese Nachricht wurde am 16.11.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.